Ein Blick in die Zukunft
Baubiologische Agenda 2025
Im Rahmen des globalen Umwelt- und Klimaschutzes sind auch im Bauwesen Veränderungen von entscheidender Bedeutung nötig. Erfahrene Baubiolog*innen und Institutionen haben 18 Ziele formuliert, deren weitgehende Umsetzung bis 2025 realistisch ist.
25 Leitlinien der Baubiologie
„Standard der Baubiologischen Messtechnik“
- Forschungen und Innovationen sowie die Verwendung von Bauprodukten fördern, die für die Gesundheit und Umwelt unbedenklich sind.
- Ökobilanzen, die auch die Graue Energie für die Herstellung von Gebäuden berücksichtigen, verpflichtend in das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) integrieren.
- Volldeklaration für alle Bauprodukte. Darin enthaltene Chemikalien dürfen erst dann verwendet werden, wenn ihre Unbedenklichkeit zweifelsfrei nachgewiesen ist.
- Baubiologische Anforderungen an die Haustechnik berücksichtigen. Dies gilt im Besonderen für funkbasierte Anwendungen (z. B. Smart Home, Mobilfunktechnik) sowie künstliche Beleuchtung.
- Baubiologische Richtwerte für Büro- und büroähnliche Arbeitsplätze.
- Staatliche Hilfen und Stiftungen für Menschen, die schuldlos durch Gifte oder Mikroorganismen im gebauten Wohn- und Arbeitsumfeld krank geworden sind.
- Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für gesundheitlich relevante baubiologische Beratungen und Messungen.
- Den Energieverbrauch in allen Bereichen deutlich reduzieren; insbesondere den Verbrauch von Strom zum Heizen von Gebäuden, solange noch nicht genügend Strom aus erneuerbaren Energiequellen zur Verfügung steht. Den Anteil erneuerbarer Energien aus der Region deutlich erhöhen.
- Die Verwendung regional verfügbarer Baustoffe und Bauprodukte, regionaler Bauweisen und Handwerksleistungen sowie die Kooperation von Land- und Forstwirtschaft mit Herstellern von Bauprodukten fördern.
- Umfassende und transparente Dokumentationen für alle öffentliche Bau- und Sanierungsmaßnahmen, die im Sinne der Baubiologie eine Vorbildfunktion wahrnehmen sollen.
- Umgang mit Bauland und Wohnraum nach ökologischen und sozialen Kriterien. Trend zu mehr Wohnflächenverbrauch stoppen und umkehren durch öffentlich geförderte flexible und neue gemeinschaftlich ausgerichtete Wohnformen.
- Den Zuzug in große Metropolen dämpfen durch ökologisch orientierte Infrastrukturverbesserungen im ländlichen Raum.
- Das Versiegeln von Freiflächen jeglicher Art durch Ausgleichsgrünflächen (auch vertikal und auf Dächern) innerhalb der Städte und Kommunen kompensieren. Die Nahversorgung mit Lebensmitteln und damit auch urbanen Gartenbau fördern
- Baubiologische Aus- und Weiterbildungsangebote für alle Bau- und Heilberufe anbieten.
- Fachübergreifende Zusammenarbeit von Baubiologen und Fachleuten aus dem Gesundheitswesen intensivieren.
- Informationsangebote für private und gewerbliche Bauwillige, Planer, Bauhandwerker, Hersteller von Bauprodukten, Immobilienbesitzer und Mieter verbessern.
- Diese 18 Ziele sind im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes der Baubiologie unteilbar. Sie bedingen einander und fördern sich wechselseitig.welt im Einklang mit der Natur entsteht!