Zertifikate
CCF PCF
Legende
Corporate Carbon Footprint (CCF) und Product Carbon Footprint (PCF) sind individuell auf das jeweilige Unternehmen oder Produkt zugeschnitten und umfassen deshalb unterschiedliche Systemgrenzen, Geltungsbereiche und Elemente.
Die Schaubilder zu Scopes und Systemgrenzen geben einen Überblick zum Umfang einzelner CCFs bzw. PCFs.
Corporate Carbon Footprint: Scopes
Betrachtet werden sowohl direkte Treibhausgas (THG)-Emissionen, z.B. aus Fuhrpark oder Produktion, als auch indirekte Emissionen aus eingekaufter Elektrizität, Wärme, Kälte oder Dampf sowie aus weiteren Quellen wie beispielsweise Dienstreisen, Logistik oder eingekaufte Waren und Dienstleistungen. Die Bilanzierungsgrundsätze liefert das Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol).
Corporate Carbon Footprint: Systemgrenzen und Geltungsbereiche (Scopes) entsprechend GHG Protocol © Bild: KlimAktiv, Quelle: GHG Protocol
Product Carbon Footprint: Systemgrenzen
Betrachtet werden kann der gesamte Lebenszyklus eines Produktes, von der Extraktion der Rohstoffe aus dem Boden über die Verarbeitung, den Vertrieb und die Nutzung durch den Verbraucher bis zur Entsorgung (Von der Wiege zur Bahre bzw. Cradle to Grave). Je nach Zielsetzung und Position des Auftraggebers in der Wertschöpfungskette sind auch andere Systemgrenzen in der Praxis sinnvoll und gängig.
DIE UMSETZUNG
Das klimaneutrale Unternehmen
Mit Engagement kann jeder Betrieb zum klimaneutralen Unternehmen werden. Derzeit noch ein Weg für Pioniere, rückt die Klimaneutralität zunehmend in den Fokus von Politik und Gesellschaft.
Klimaschutz und CO2-Einsparung bekommen einen immer höheren gesellschaftlichen und politischen Stellenwert. Europa soll bis zum Jahr 2050 als erster Kontinent klimaneutral werden, so der „Green Deal“ der Europäischen Kommission. Damit wird auch für viele Unternehmen Klimaschutz zu einem wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie.
Doch wie kann ein Unternehmen das Ziel „Klimaneutralität“ erreichen? Zumeist ist eine innerbetriebliche Umstellung notwendig, der eine umfangreiche Datenrecherche und Berechnung der CO2-Emissionen vorangeht. Sind die Daten erst einmal für ein Jahr erfasst, gestaltet sich die Pflege für die Folgejahre deutlich einfacher.
Der erste Aufwand zeigt sich oftmals als Hürde, soll Sie als Unternehmer aber nicht entmutigen, sich mit dem CO2-Fußabdruck Ihrer Unternehmertätigkeit auseinanderzusetzen.
- Sie erhöhen Ihre Arbeitgeberattraktivität vor allem für junge Fachkräfte und schaffen Motivation.
- Sie reduzieren gegebenenfalls Ihre Kosten.
- Sie schaffen Transparenz und verbessern Ihr Image Sie punkten durch Klimaneutralität bei Ausschreibungen und stärken so Ihre Wettbewerbsposition
- Sie machen Ihren Betrieb fit für die zukünftigen Anforderungen.
Handlungsempfehlungen
- Überlegen Sie, welche Ihrer Tätigkeiten sich auf das Klima direkt oder indirekt auswirken. Einfacher zu betrachten sind die Wirkungen, die direkt von der betrieblichen Tätigkeit ausgehen. Ambitionierte Klimaschützer betrachten die Prozesse über die gesamte Lieferkette bis zur Entsorgung des hergestellten Produkts bzw. der Dienstleistung.
- Binden Sie Ihre Mitarbeitenden ein: oft sind die CO2-Emissionen durch den Arbeitsweg ein wesentlicher Bestandteil der betrieblichen Klimabelastung. Vielleicht können Sie Ihre Beschäftigten motivieren, klimafreundlich zur Arbeit zu kommen?
- Nutzen Sie die Erkenntnis über Ihre CO2-Emissionen, um nach Effizienzpotenzialen im Betrieb zu suchen. Oft können schon organisatorische Maßnahmen dazu leiten, dass Strom- oder Wärmeverbräuche reduziert werden.