Zertifikate

DGNB

DGNB e.V. – Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V., englisch German Sustainable Building Council, ist eine Non-Profit- und Nichtregierungsorganisation, deren Aufgabe es ist, Wege und Lösungen für nachhaltiges Planen, Bauen und Nutzen von Bauwerken zu entwickeln und zu fördern.

Im Zentrum ihrer Arbeit stehen der Auf- und Ausbau eines Zertifizierungssystems für nachhaltige Bauten sowie die Vergabe eines Gütesiegels Nachhaltiges Bauen in den Qualitätsstufen Platin, Gold, Silber und Bronze (wobei Bronze nicht für Neubauten vergeben wird). Im September 2015 hat die DGNB die Auszeichnungslogik bei der Zertifizierung von Gebäuden und Stadtquartieren erneuert. Die höchste Bewertungsstufe ist seitdem das Platin-Zertifikat. Die Gesellschaft wurde 2007 von 16 Organisationen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft gegründet. Nach eigenen Angaben hat die Gesellschaft im Dezember 2015 mehr als 1200 Mitglieder bzw. Mitgliedsorganisationen.

Die DGNB ist Marktführer in Deutschland und zählt zu ihren Mitgliedern: Architekten, Ingenieure, Bauunternehmen und Bauausführende, Hersteller von Bauprodukten, Investoren, Bauherren, Eigentümer, Projektsteuerer, Betreiber, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Mitglieder der Öffentlichen Hand und NGOs, Vertreter aus Wissenschaft und Prüfinstituten.

Organisation

Wurzeln und Leitbild: 

Das nachhaltige Bauen bezeichnet eine ökonomische und ökologische Differenzierung des bisher in Deutschland unter der Bezeichnung des Ökologischen Bauens verstandenen Begriffs und wurde maßgeblich aus diesen Konzepten entwickelt. Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung gehören zum Teil zu den Leitbildern der heutigen Gesellschaft.

Die Bau- und Immobilienwirtschaft sieht sich zum Teil in der Verpflichtung, zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zu leisten, denn Gebäude verbrauchen nicht nur einen hohen Anteil natürlicher Ressourcen, sondern sie verursachen auch fast 40 % der weltweiten CO2-Emissionen. Ziel des nachhaltigen Bauens ist es, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten, die Qualität und den Wert von Gebäuden zu sichern sowie Bauwerke mit einem hohen sozialen Nutzen zu schaffen. Ökologische, ökonomische und soziale Ziele sollen im nachhaltigen Bauen gleichberechtigt berücksichtigt und umgesetzt werden. Hierfür wird der gesamte Lebenszyklus des Bauwerks, von der Planung bis zum Rückbau (Abbruch) betrachtet.


Arbeit und Ziele

Vor dem Hintergrund, Planung, Bau und Betrieb von nachhaltigen Gebäuden voranzutreiben, gründeten Vertreter aus der Bau- und Immobilienwirtschaft im Juni 2007 diesen Verein. Der Verein fördert den Austausch von Informationen, Wissen und Erfahrungen über nachhaltige Architektur und bildet Auditoren für eigene Zertifizierungssysteme aus.

In ihrer Satzung verpflichtet sich der gemeinnützige Verein, der Allgemeinheit zu dienen und Wissenschaft und Forschung im Bereich Nachhaltigkeit zu unterstützen. Zusammen mit ihren Mitgliedern entwickelt die Gesellschaft das DGNB-Zertifikat kontinuierlich weiter, welches als Qualitätszeichen für nachhaltige Gebäude verliehen wird.

Wissenstransfer

Mit der Unterstützung von rund 30 Mitgliedsunternehmen wurde die Geschäftsstelle des Vereins in Stuttgart 2014 zu einem Living Showroom des nachhaltigen Bauens ausgebaut, in dem Besuchern die Prinzipien des nachhaltigen Bauens vorgestellt werden.

Mitglieder

Die Mitglieder stammen aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft. Mitglieder und Interessierte haben die Möglichkeit, in Arbeitsgruppen mitzuwirken, in denen das DGNB-Zertifizierungssystem weiterentwickelt wird. Zurzeit sind mehr als 500 ehrenamtliche DGNB-Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen des nachhaltigen Bauens damit beschäftigt, das Zertifikat für verschiedene Nutzungsprofile auszubauen.

Internationale Anwendung

Weltweit existieren verschiedene Zertifizierungssysteme, mit denen die Nachhaltigkeit eines Gebäudes bewertet werden kann, z. B. LEED in den USA, BREEAM in Großbritannien, HQE in Frankreich oder CASBEE in Japan. Das weit verbreitete LEED und die anderen Systeme bewerten jedoch vor allem die ökologische Nachhaltigkeit eines Gebäudes, d. h., sie zertifizieren, wie umweltfreundlich und ressourcenschonend ein Gebäude ist. Das DGNB-Zertifikat geht in der Bewertung darüber hinaus und bezieht neben dem vollständigen Lebenszyklus eines Gebäudes im Sinne der Nachhaltigkeit ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Faktoren mit ein und berücksichtigt auch technische sowie Prozess- und Standortqualität.

Das DGNB-Zertifikat lässt sich an veränderte technische und gesellschaftliche Entwicklungen anpassen und bezieht auch länderspezifische Unterschiede wie klimatische Bedingungen oder gesetzliche und bauliche Vorgaben in die Bewertung ein.

In Zusammenarbeit mit Non-Profit- und Non-Governmental-Organisationen im Ausland wird das DGNB-Zertifizierungssystem an die Anforderungen in den verschiedenen Regionen weltweit angepasst. Dies geschieht (Stand Februar 2012) mit Partnerorganisationen in Bulgarien, Dänemark, Ungarn, Thailand, Österreich, China und der Schweiz. Eine Vielzahl weiterer Länder hat bereits Interesse am DGNB-System angemeldet. Ein Memorandum of Understanding wurde mit Partnerorganisationen in der Türkei, in Griechenland, Italien, Brasilien, Russland, Slowenien und Spanien unterzeichnet.

Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) nutzte als erste die Möglichkeit der Systemadaption. Die DGNB-Partnerorganisation wurde im Herbst 2009 gegründet. Nachdem das deutsche DGNB-System entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und Normen Österreichs verändert wurde, zeichnete die ÖGNI im Januar 2010 als erstes Gebäude das Österreich-Haus bei den Olympischen Spielen in Vancouver mit einem DGNB-Vorzertifikat in Silber aus. Die Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft SGNI wurde 2010 gegründet und verlieh im Januar 2012 ihre ersten DGNB-Zertifikate.

Darüber hinaus stellt der Verein für alle Länder eine internationalisierte Version des DGNB-Systems bereit und ermöglicht damit das Zertifizieren weltweit ohne große Anpassungen. Es basiert auf den aktuellen europäischen Normen und Standards.

Quellen: Wikipedia, DGNB e.V.

DGNB

Zertifizierungssystem: Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen

Um nachhaltiges Bauen praktisch anwendbar, messbar und damit vergleichbar zu machen, hat die DGNB 2009 ein ganzheitliches Zertifizierungssystem entwickelt. Das Deutsche Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen bewertet die Umwelt, den Menschen und die Wirtschaftlichkeit gleichermaßen über den gesamten Lebenszyklus.

Das DGNB Zertifikat ist zählt zu den international bekanntesten Zertifizierungssystemen für nachhaltiges Bauen, um Gebäude, Quartiere und Innenräume auszuzeichnen. Zudem hilft es dabei, die passenden Antworten auf unsere wichtigsten Zukunftsfragen zu finden, indem es Themen wie Responsible Sourcing, Circular Economy, Innovation, Baukultur und die Sustainable Development Goals berücksichtigt.

Das Zertifizierungssystem ist auf Neubauten, Bestandsgebäude, Sanierungsprojekte und Gebäude im Betrieb anwendbar. Das DGNB System ist auch ein Planungs- und Optimierungstool für alle am Bau Beteiligten, um nachweislich die Nachhaltigkeit in Bauprojekten über alle Planungs- und Bauphasen hinweg zu erhöhen.

Um den Anforderungen am Markt, den Bedürfnissen der Branche und dem wachsenden Verständnis einer nachhaltigen Bauweise gerecht zu werden, wird das DGNB System kontinuierlich weiterentwickelt.

Das DGNB System baut auf den drei zentralen Nachhaltigkeitsbereichen Ökologie, Ökonomie und Soziokulturelles auf. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung bewertet das DGNB System zudem den Standort sowie die technische und prozessuale Qualität. Bewertbar wird die Performance in diesen Qualitäten durch Zertifizierungskriterien. Diese sind individuell abgestimmt auf verschiedene Nutzungstypen und sowohl für Neubau, Bestand als auch Sanierung und den Gebäudebetrieb anwendbar.


Das DGNB Zertifikat: Ein Nachweis für mehr Nachhaltigkeit im Bauen

Durch die Reduktion von kostenintensiven Risiken trägt die Anwendung des DGNB Systems zu einer hohen Zukunftssicherheit von Bauprojekten bei. Der unabhängige Zertifizierungsprozess dient dabei der transparenten Qualitätskontrolle. Als Nachweis für diese Qualität im Bauen kann ein DGNB Zertifikat in Platin, Gold oder Silber erhalten werden. Für einen nachhaltigen Gebäudebetrieb oder aber Bestandsgebäude kann zudem noch ein Zertifikat in Bronze erworben werden.

Für jedes Kriterium hat die DGNB Zielwerte definiert. Je nach Nutzung werden diese unterschiedlich gewichtet. Der Anspruch ist dabei immer eine einheitliche hohe Qualität der Gebäude, Quartiere oder Innenräume zu fördern.


Zertifizierungssystem

Mit dem Zertifikat werden Bauten ausgezeichnet, die umweltfreundlich, ressourcenschonend, funktional und behaglich sind und sich in ihr sozio-kulturelles Umfeld integrieren.


Methodik

Bei der Bewertung eines Gebäudes bezieht das DGNB-Zertifikat nicht nur ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Aspekte mit ein. Insgesamt wurden sechs Themenfelder definiert, die bei Planung und Bau eines nachhaltigen Bauwerks berücksichtigt werden müssen:

  • Ökologische Qualität
  • Ökonomische Qualität
  • Sozio-kulturelle Qualität
  • Technische Qualität
  • Prozessqualität
  • Standortqualität (fließt nicht in die Gesamtbewertung der Gebäudequalität ein)


Jedes Themenfeld beinhaltet spezielle Kriterien, die je nach Nutzungsprofil (abhängig von Bauwerkstyp, Neubau oder Bestandsbau) mit unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtbewertung einfließen. Grundsätzlich betrachtet das Zertifikat den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks. Je früher diese Kriterien in der Planungsphase berücksichtigt werden, desto konsequenter kann die zu erreichende Qualität eines Bauwerks beeinflusst werden. Je nach Erfüllung der definierten Anforderungen erhält das Gebäude eine Auszeichnung in Bronze (ab einem Gesamterfüllungsgrad von 35 %, nur bei Bestandszertifizierung), Silber (ab einem Gesamterfüllungsgrad von 50 %), Gold (ab einem Gesamterfüllungsgrad von 65 %) oder Platin (ab einem Gesamterfüllungsgrad von 80 %).


Nutzungsprofile

Das Zertifizierungssystem wird kontinuierlich für unterschiedliche bauliche Nutzungen (Nutzungsprofile) und Varianten weiterentwickelt. Zertifikate sind derzeit erhältlich für (Stand Februar 2016):

  • Bestandsgebäude (Büro- und Verwaltungsbauten)
  • Neubauten (neue Industrie-, Handels- und Hotelbauten, Bildungs- und Wohngebäude (mit mehr als sechs -Wohneinheiten)), Büro- und Verwaltungsgebäude (mit Modernisierungsmaßnahmen), Laborgebäude, Mieterausbau, Parkhäuser, kleine Wohngebäude (bis zu sechs Wohneinheiten), Versammlungsstätten sowie für gemischt genutzte Gebäude.
  • Gebäude im Betrieb (Büro- und Verwaltungsgebäude, Shopping Center)
  • Quartiere (Stadtquartiere, Industriestandorte, Gewerbequartiere)
  • Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, ein so genanntes Masterplan-Zertifikat für baugleiche Gebäude zu erhalten, etwa für Fachmärkte oder Fertighäuser.


Bevor ein neues Nutzungsprofil entsteht, durchläuft es diverse Entwicklungsphasen. Zunächst werden in Vorbereitungsgruppen die Grundlagen für ein mögliches neues Nutzungsprofil geschaffen, wenn hierfür am Markt ein Bedarf festgestellt wurde. Die zuständigen DGNB-Gremien prüfen diese Grundlagen. Sind die Anforderungen für ein neues Nutzungsprofil erfüllt, beginnt die eigentliche Entwicklung des neuen Nutzungsprofils. In den Arbeitsgruppen, bestehend aus etwa 20 ehrenamtlichen Mitgliedern, wird u. a. untersucht, welche Kriterien aus dem Kernsystem übernommen werden können und welche neu erarbeitet werden müssen. Ist ein neues Nutzungsprofil fertig, wird es in der Pilotphase an konkreten Projekten auf Praxistauglichkeit überprüft.

Quelle: DGNB e.V.


DGNB Zertifizierung (Deutsches Gütesiegel nachhaltiges Bauen)

Das deutsche Zertifizierungssystem DGNB (Deutsches Gütesiegel nachhaltiges Bauen) wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. eingeführt um die Nachhaltigkeit von Gebäuden messbar zu machen.

Basis des DGNB Systems sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit Ökologie, Ökonomie und Soziales, zusätzlich werden für eine ganzheitliche Betrachtung weitere Qualitäten bewertet. Innerhalb der Qualitäten werden für Kriterien und Indikatoren Punkte vergeben, welche individuell abgestimmt auf verschiedene Nutzungsprofile die Gesamtperformance des Gebäudes bewertbar machen.

Es werden Punkte in den folgenden sechs Umweltkategorien vergeben:

  • Ökologische Qualität (ENV)
  • Ökonomische Qualität (ECO)
  • Soziokulturelle und funktionale Qualität (SOC)
  • Technische Qualität (TEC)
  • Prozessqualität (PRO)
  • Standortqualität (SITE)


Unterschiedliche Nutzungsprofile ermöglichen die Zertifizierung von Neubau- und Bestandsgebäuden, sowie von Quartieren in Deutschland. Diese werden laufend weiterentwickelt, um auf aktuelle Marktbedürfnisse zu reagieren. Zu den aktuellen Nutzungsprofilen gehören:

DGNB Neubau

  • Büro und Verwaltungsgebäude, Version 2018 (DGNB NBV 18, alt DGNB NBV 15)
  • Bildung, Version 2018 (DGNB NBV 18, alt DGNB NBV 15)
  • Wohnen, Version 2018 (DGNB NBI 18, alt DGNB NBI 15)
  • Hotel, Version 2018 (DGNB NHO 18, alt DGNB NHO 15)
  • Verbrauchermarkt, Version 2018 (DGNB NVM 18, alt DGNB NVM 15)
  • Shoppingcenter, Version 2018 (DGNB NSC 18, alt DGNB NSC 15)
  • Geschäftshaus, Version 2018 (DGNB NGH 18, alt DGNB NGH 15)
  • Logistik, Version 2018 (DGNB NLO 18, alt DGNB NLO 15)
  • Produktion, Version 2018 (DGNB NPS 18, alt DGNB NPS 15)
  • Versammlungsstätten, Version 2018 (DGNB NVS 18, alt DGNB NVS 12)
  • Gesundheitsbauten, Version 2013 (DGNB NGB 13)
  • Kleine Wohngebäude, Version 2013 (DGNB NKW 13.2)
  • Laborgebäude, Version 2014 (DGNB LN 14/BNB LN 2014)
  • Mischnutzung, Version 2018 (DGNB Mix 18, DGNB MIX 15)
  • Sporthallen, Version 2017 (Erstanwendung, DGNB NSH 17)
  • Modulbauten (Erstanwendung)
  • Zertifikat Ausbaufertig (Core & Shell)


DGNB Bestand

  • Bestand (Büro), Version 2013 (DGNB BBV 13)
  • Gebäude im Betrieb, Version 2020 (DGNB GIB 20)
  • Gebäude im Betrieb, Version 2015 (DGNB GIB 15)
  • Mischnutzung, Version 2018 (DGNB Mix 18)
  • Verkehrsstationen im Betrieb, Version 2019 (Erstanwendung, DGNB VIB 19)
  • Sanierung, Version 2016 (Erstanwendung, DGNB SBI16, SBV16, SGH16, SHO16, SLO16, SPS16, SSC16, SVM16, -SWO16)
  • Auszeichnung „Klimapositiv“


DGNB Innenräume

  • Büro, Shopping, Version 2018 (DGNB NIR 18)
  • Hotels, Version 2018 (Erstanwendung, DGNB NIR 18)
  • Gastronomie, Version 2018 (Erstanwendung, DGNB NIR 18)
  • Mischnutzung, Version 2018


DGNB Quartiere

  • Stadtquartiere, Version 2020 (DGNB SQ20)
  • Businessquartiere, Version 2020 (DGNB BQ20)
  • Gewerbegebiete, Version 2020 (DGNB GG20)
  • Industriestandorte, Version 2020 (DGNB IS20)
  • Event Areale, Version 2020 (DGNB EA20)
  • Resorts, Version 2017
  • Vertical Cities, Version 2017
  • DGNB Rückbau (Erstanwendung)


DGNB International

  • Kernsystem DGNB International, Version 2020
  • Gebäude im Betrieb (Buildings in Use, DGNB GIB 15)
  • Neubau Büro (CORE 14)


Es gibt auch ein internationales System für den Neubau von Bürogebäuden. Je nach Erfüllungsgrad wird das Gebäude mit dem Gütesiegel in Brone (35%, nur für Bestandsgebäude), Silber (50%), Gold (65%) oder Platin (80%) ausgezeichnet (früher Bronze, Silber, Gold). Ein Gebäude kann zusätzlich die Auszeichnung „DGNB Diamant“ erreichen für eine herausragende Architektur und gestalterische und baukulturelle Qualität.

© DGNB GmbH

DGNB Kriterien Übersicht
Tabelle 1   
Nr.KriteriumIndikator
Ökologische Qualität
ENV1.1Ökobilanz des Gebäudes
1.Ökobilanzen in der Planung
1.1Integration von Ökobilanzen in den Planungsprozess (max. 10 Punkte)
1.1.1Ein Ökobilanz-Modell wird in einer frühen Planungsphase für das Projekt aufgesetzt. Die in der Planungsphase vorliegenden Gebäudevarianten werden hinsichtlich ihrer potenziellen ökologischen Herstell- und relevanter Nutzungsauswirkungen gegenübergestellt. Dabei fließen Informationen von mindestens drei verschiedenen Fachplanern (z. B. Tragwerksplaner, HLS- Planer, Bauphysik-Planer, Energieplaner) in die Ermittlung ein. Mindestens werden typische Ökobilanz-Kennwerte für die Konstruktion und spezifische Werte für die energiebedingten Wirkungen ermittelt und im Planungsteam differenziert nach Betrieb und Konstruktion kommuniziert.
1.1.2Ökobilanzergebnisse werden für das Gebäude planungsbegleitend regelmäßig (an den jeweiligen Planungsstand angepasst) ermittelt und im Planungsteam differenziert nach Betrieb und Konstruktion kommuniziert. Spätestens in der Leistungsphase 4 werden die Konstruktion und alle relevanten gebäudebedingten Nutzungs-Auswirkungen mindestens gemäß
vereinfachtem Verfahren in die Berechnungen integriert.
1.1.3Ökobilanzergebnisse werden für die Betriebsphase des Gebäudes über den ordnungsrechtlich festgelegten Betrachtungsrahmen hinweg ermittelt. Dies umfasst den für die Nutzung relevanten nutzungsbedingten Energiebedarf, eine differenzierte Betrachtung des gebäudebezogenen nutzerinduzierten Energiebedarfs, den vollständigen Energiebedarf der Gebäudetechnik oder ähnliches. Die Ergebnisse werden im Planungsteam kommuniziert.
zu 1.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Es können alternative Ansätze gewählt und angerechnet werden, die eine Integration von Ökobilanzen des Gebäudes in die Planung erreichen.
2.Ökobilanz-Optimierung
2.1Planungsbegleitende Ökobilanz-Optimierung (max. 8 Punkte)
2.1.1Für das Gebäude werden die Auswirkungen maßgeblicher alternativer Entscheidungen auf die zu erwartenden Ökobilanzergebnisse ermittelt. Dies wird in Form einer Vollbetrachtung des gesamten Gebäudes durchgeführt.  Die Wahl der Alternativen ist nachvollziehbar und birgt Verbesserungspotential. Die Entscheidung für die schlussendlich umgesetzte Lösung wird erläutert.erbesserungspotential. Die Entscheidung für die schlussendlich umgesetzte Lösung wird erläutert.
– je Alternative im Rahmen einer Vollbetrachtung im Rahmen LP2, LP3 oder LP4  (+4 CLP)
– je Alternative im Rahmen einer Vollbetrachtung im Rahmen LP5, LP6 oder LP7  (+2 CLP)
2.1.2Für das Gebäude werden die Auswirkungen maßgeblicher Entscheidungen auf die zu erwartenden Ökobilanzergebnisse ermittelt. Dies wird in Form einer Teilbetrachtung (Ausschnitt) für den relevanten Betrachtungsrahmen durchgeführt.  Die Wahl der Alternativen ist nachvollziehbar und birgt Verbesserungspotential. Die Entscheidung für die schlussendlich umgesetzte Lösung wird erläutert.
– je Alternative im Rahmen einer Teilbetrachtung im Rahmen LP2, LP3 oder LP4  (+3 CLP)
– je Alternative im Rahmen einer Teilbetrachtung im Rahmen LP5, LP6 oder LP7  (+1 CLP)
zu 2.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Es können alternative Ansätze gewählt und angerechnet werden, die eine Optimierung der Ökobilanz des Gebäudes erreichen.
3.Ökobilanz Vergleichsrechnung
3.1Gewichtete Umweltwirkungen
3.1.1Gebäudeökobilanz-Ergebnisse bereitgestellt und Abgleich der gewichteten Umweltwirkungen mit den nutzungsspezifischen Referenzwerten
– Gewichtete Umweltwirkungen überschreiten den gewichteten Grenzwert  (0 CLP)
– Gewichtete Umweltwirkungen entsprechen dem gewichteten Referenzwert  (40 CLP)
– Gewichtete Umweltwirkungen erreichen den gewichteten Zielwert  (80 CLP)
– Gewichtete Umweltwirkungen unterschreiten den gewichteten Zielwert  (100 CLP)
4.AGENDA 2030 BONUS – KLIMASCHUTZZIELE
4.1Ambition zum Erreichen von Klimaneutralität
4.1.1Klimaneutraler gebäudebedingter Energiebedarf:
Die CO2-Emissionen des gebäudebedingte Energiebedarf wird differenziert ermittelt und mindestens klimaneutral gedeckt (Szenariorechnung).
4.1.2Klimaneutraler Energiebedarf Nutzer:
Die CO2-Emissionen der energiebedingten Aktivitäten der Nutzer (nutzungs- und nutzerinduzierter Bedarf) im Gebäude werden differenziert ermittelt mindestens klimaneutral gedeckt (Szenariorechnung).
4.1.3Klimaneutrale Konstruktion:
Die über eine Ökobilanz gemäß DGNB ermittelten im Gebäude eingebundenen CO2-Emissionen der Herstellung, der Instandhaltung und des Lebensendes sind in Summe mindestens klimaneutral ausgeführt. (Lebenszyklus-Szenariorechnung), so können +10 Bonuspunkte angerechnet werden. Wird der Referenzwert GWPK,ref  für die Konstruktion um mindestens 50% unterschritten, so können +5 Bonuspunkte angerechnet werden.
5.CIRCULAR ECONOMY BONUS
5.1Einsatz von wiederverwendeten Bauteilen oder Bauelementen
Die durch die Wiederverwendung eingesparten Umweltbelastungen werden in der Ökobilanz erfasst und gehen bilanziell in die Bewertung ein. Der Beitrag zur Circular Economy ist damit vollständig im Indikator 3 „Ökobilanz Vergleichsrechnung“ implementiert.
5.2Gebäude generiert Energie „für andere Nutzer“
Der Energieüberschuss wird in der Ökobilanz erfasst und geht bilanziell in die Bewertung ein. Der Beitrag zur Circular Economy ist damit vollständig im Indikator 3 „Ökobilanz Vergleichsrechnung“ implementiert.
6.Halogenierte Kohlenwasserstoffe in Kältemitteln
6.1GWP-Faktor Kältemittel in Kälteanlagen
Kein Einsatz von Kälteanlagen, die ein Kältemittel mit einem GWP-Faktor ≥ 150 kg CO2-Äq. nutzen.
ENV1.2Risiken für die lokale Umwelt
1.Umweltverträgliche Materialien
1.1Erfüllung aller Anforderungen der Kriterienmatrix
Einsatz emissionsarmer, umweltfreundlicher Produkte. Einstufung in 4 Qualitätsstufen.
Bewertung von:
– Farben, Anstriche, Lacken, Versiegelungen, Beschichtungen, Dichtstoffe (VOC-Gehalt)
– Epoxidharzbeschichtungen/ Epoxidharzprodukten hinsichtlich der GISCODE-Einstufung RE0, RE1, RE2, …) und des Lösemittelgehalts (VOC-Gehalt).
– Polyurethanbeschichtungen/-siegel hinsichtlich der GISCODE-Einstufung PU10, PU20, PU40, …) und des Lösemittelgehalts (VOC-Gehalt).
– bituminöser Produkte hinsichtlich der GISCODE Einstufung BBP.
– Kunststoffschaumdämmstoffen (PS-,PU-Schaum) für Wärmedämmung und Hauptisolierleitungen hinsichtlich der Art der Aufschäumung.
– Kunststoffen für Fenster, Fußböden oder Wand hinsichtlich schwermetallhaltiger Inhaltsstoffe.
– Beschichtung oder Veredelung von Aluminium- oder Edelstahlbauteile hinsichtlich der Chromoxidveredelungen.
– Holzprodukte hinsichtlich der Verwendung von Holzschutzmittel (GISCODE HSM-W).
– Bodenbelagsklebstoffe, Verlegewerkstoffe hinsichtlich des Lösemittelgehalts/EMICODE EC1 Zertifizierung.
1.2Erfüllung aller Anforderungen der Kriterienmatrix bei mind. 50% der Mietflächen
1.3Zusatzpunkte in Qualitätsstufe 1, 2 und 3
Realisierung einer Kühlung ohne halogenierte / teilhalogenierte Kältemittel in den Qualitätsstufen 1, 2 und 3.
ENV1.3Verantwortungsbewusste Ressourcengewinnung
1.Verantwortungsbewusst gewonnene Rohstoffe
1.1Unternehmerische Verantwortung für Ressourcengewinnung (Qualitätsstufe 1.1)
Die folgende Anzahl von Produkten, die die Anforderungen der Qualitätsstufe 1.1 erfüllt, ist dauerhaft und über der Signifikanzgrenze im Innenraum oder den zugehörigen Außenflächen eingebaut.
– Ein Produkt  (+3 CLP)
– Zwei Produkte von zwei verschiedenen Herstellern  (+6 CLP)
– Drei Produkte von drei verschiedenen Herstellern  (+9 CLP)
– Mindestens vier Produkte von mindestens vier verschiedenen Herstellern  (12 CLP)
1.2Zertifizierte verantwortungsbewusste Ressourcengewinnung eines Teils der Wertschöpfungskette (Qualitätsstufe 1.2)
Anerkannte Labels:
– PEFC 70%-100%
– FSC Mix
– Beton CSC Silber und Gold
– Naturstein WIN=WIN Fair Stone
– natureplus 0000/5002/5003/5004
1.3Zertifizierte verantwortungsbewusste Ressourcengewinnung (Qualitätsstufe 1.3)
Anerkannte Labels:
– PEFC (100% zertifiziert)
– FSC (100% zertifiziert)
– HOLZ VON HIER
2.Sekundärrohstoffe
2.1Verwendung von Sekundärrohstoffen mit Selbstdeklaration (Qualitätsstufe 2.1)
– Verfahren A – Quantitative Ermittlung für gesamte Werkstoffgruppen mit moderater oder geringer Relevanz (+10 CLP)
Punkte: – je Werkstoffgruppe und anteilig des Sekundärrohstoffanteils
– von 0% – 80% der Bezugsgröße linear interpolierbar zwischen 0 und 10 Punkten
– Addition der Ergebnisse verschiedener Werkstoffgruppen möglich
Hinweis: Für eine Werkstoffgruppe, welche mit abgeschätzter moderater oder geringer Relevanz bezogen auf das Gebäude und seine Außenflächen dauerhaft eingebaut ist, kann bei Vorliegen der Nachweise für mindestens 80% der werkstoffspezifischen Bezugsgröße über die Erfüllung der Anforderungen der Qualitätsstufe 2.1, die max. Punktzahl erreicht werden.
– Verfahren B – Quantitative Ermittlung für gesamte Werkstoffgruppen mit hoher Relevanz (+25 CLP)
Punkte: – je Werkstoffgruppe und anteilig des Sekundärrohstoffanteils
– von 0% – 80% der Bezugsgröße linear interpolierbar zwischen 0 und 25 Punkten
– Addition der Ergebnisse verschiedener Werkstoffgruppen möglich
Hinweis:  Für eine Werkstoffgruppe, die mit abgeschätzter hoher Relevanz bezogen auf das Gebäude und seine Außenflächen dauerhaft eingebaut ist, kann bei Vorliegen der Nachweise für mindestens 80% der werkstoffspezifischen Bezugsgröße über die Erfüllung der Anforderungen der Qualitätsstufe 2.1, die max. Punktzahl erreicht werden.
– Verfahren C – Qualitative Ermittlung für Produkte in ihren Anwendungen im Gebäude oder auf seinen Außenflächen (max. 80 CLP)
Für Produkte, die über der Signifikanzgrenze liegen und entweder keiner der definierten Werkstoffgruppen zuordenbar sind oder für die keine quantitative Ermittlung der Gesamtmenge für die entsprechende gesamte Werkstoffgruppe gemäß Verfahren A oder B vorliegt, die die Anforderungen der Qualitätsstufe 2.1 erfüllen.
Punkte: – je zertifiziertem Produkt über der Signifikanzgrenze
– Ermittlung über Anwendung der „Gebäuderelevanz-Faktoren“ (gemäß Tabelle 1) der
verschiedenen Anwendungen;
– Addition der Ergebnisse verschiedener Werkstoffgruppen möglich
Hinweis:  Punkte gemäß Verfahren C können nicht zusätzlich für die gleichen Produkte zu den Verfahren A oder B angerechnet werden.
2.2Verwendung von zertifizierten Sekundärrohstoffen (Qualitätsstufe 2.2)
Anerkannte Labels:
– PEFC recycelt
– FSC recycelt
– natureplus 0406/0106/0107/0203
zu 1.  und 2.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Sofern nachhaltig gewonnene Rohstoffe oder Sekundärrohstoffe nicht entsprechend dem Kriterium abgebildet werden können und ein Nachweis besteht, dass alle definierten Ziele erreicht werden, können diese gemäß der Bewertungslogik der Indikatoren 1.2 – 1.3 und 2.1 – 2.2 alternativ in Abstimmung mit der DGNB angerechnet werden.
ENV2.2Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen
1.Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen
1.1Wassergebrauchskennwert
– Dynamischer Grenzwert ≤ Wassergebrauchskennwert  (10 CLP)
– Dynamischer Referenzwert ≥ Wassergebrauchskennwert  (45 CLP)
– Dynamischer Zielwert ≥ Wassergebrauchskennwert  (90 CLP)Reduzierung des Trinkwasserbedarfs und der Abwassermenge, sowie Steigerung der Versickerung von Regenwasser auf dem Grundstück.
zu 1.CIRCULAR ECONOMY BONUS
Erläuterung: Nutzung von Regenwasser oder Grauwasser geht in die Ermittlung des Wassergebrauchskennwerts ein. Das eingesparte Trinkwasser und reduzierte Abwasseraufkommen wird in der Ermittlung des Wasserkennwerts erfasst und geht bilanziell in die Bewertung ein. Der Beitrag zur Circular Economy ist damit vollständig im Kriterium implementiert.
2.Außenanlagen
2.1Bewässerung und Rückhaltung
– Eine Bewässerung der Außenanlagen mit Trinkwasser ist nicht vorgesehen (+2,5 CLP)
– Die Außenanlagen enthalten Vorrichtungen zur Drosselung / Rückhaltung von Regenwasser
(+2,5 CLP)
3.Integration in die Quartiers-Infrastruktur
3.1Integrationsgrad
Die Art der Regen- und Abwasserentsorgung ist auf die vorhandene Infrastruktur im umgebenden Quartier ausgerichtet und nutzt alle gegebenen Möglichkeiten zur Trennung, Reduktion etc.
ENV2.3Flächeninanspruchnahme
1.Flächeninanspruchnahme
1.1Umwandlungsgrad
– Außenentwicklungsfläche – bislang unbebaut
Für die bauliche Nutzung werden Flächen verwendet, die über den Flächennutzungsplan bereits der Siedlungs- und Verkehrsfläche zugeordnet sind und für die es einen rechtskräftigen Bebauungsplan gibt. Die Flächen waren bislang unbebaut. („Außenbereich“ nach §34 BauGB)  (10 CLP)- Innenentwicklungsfläche – bislang unbebaut
Für die bauliche Nutzung werden Flächen innerhalb einer vorhandenen Siedlungsstruktur („Innenbereich“ nach §34 BauGB) verwendet, die bislang unbebaut waren (Nachverdichtung, Baulücken).  (40 CLP)- Baulich oder verkehrlich vorgenutzte Fläche
Für die bauliche Nutzung werden baulich oder verkehrlich vorgenutzte Flächen innerhalb einer vorhandenen Siedlungsstruktur („Innenbereich“ nach §34 BauGB) verwendet (Brachflächen).  (80 CLP)
zu 1.CIRCULAR ECONOMY BONUS
Erläuterung: Es wird eine deutliche Verbesserung auf der vorhandenen Fläche erzielt, wenn eine fachgerechte Entsorgung der Böden des Grundstücks stattfindet, die gemäß BBodSchG mit einer Schadstoffklassifizierung von Z2 – Z5 eingestuft sind oder mit Kampfmitteln belastet sind oder eine fachgerechte Entsorgung von Bauteilen / Baustoffen aus bestehender Gebäudesubstanz stattfindet, die als stark kontaminiert bewertet werden.
Deutliche Verbesserung bei schwächerer Belastung bezogen auf das Bauvorhaben +5 Punkte; deutliche Verbesserung bei stärkerer Belastung bezogen auf das Bauvorhaben + 10 Punkte
2.Versiegelungsgrad und / oder Ausgleichsmaßnahmen
2.1Versiegelungsgrad und / oder Ausgleichsmaßnahmen
– Versiegelungsgrad der gesamten bebauten und unbebauten Fläche beträgt mehr als 80 %  (0 CLP)
– Versiegelungsgrad der gesamten bebauten und unbebauten Fläche beträgt maximal 50 % (20 CLP)
– Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen  (+10 CLP)
ENV2.4Biodiversität am Standort
1.Biotopflächenqualität
1.1Biotopflächenfaktor
Objektbezogener Biotopflächenfaktor = (Summe (Teilflächen * spezifische Biotopflächenfaktoren)*(GRZ) / (Grundstücksfläche))
– Objektbezogener Biotopflächenfaktor  = 0,25  (30 CLP)
– Objektbezogener Biotopflächenfaktor  ≤ 0  (0 CLP)
1.2AGENDA 2030 BONUS – KLIMA- UND ARTENSCHUTZZIELE
Erläuterung: Objektbezogener Biotopflächenfaktor > 0,25 (je 0,015 Überschreitung +1 Bonuspunkt, max. Bonuspunkte = 10)
2.Vielfalt der Tierarten im Außenbereich
2.1Gezielte Maßnahmen zur aktiven Ansiedlung neuer und heimischer Tierarten
im Außenbereich
Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung vorhandener Arten und zur Ansiedlung neuer und heimischer Tierart(en) im Außenbereich sind und werden im Rahmen des Bauprojekts auf dem Grundstück des Bauvorhabens oder in seiner unmittelbaren Nähe im Rahmen der Baumaßnahme umgesetzt.
3.Vielfalt der Tierarten direkt am Gebäude
3.1Gezielte Maßnahmen zur aktiven Ansiedlung neuer und heimischer Tierarten am Gebäude
Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung vorhandener Arten und zur Ansiedlung neuer und heimischer Tierart(en) direkt am Gebäude (z.B.: Nistkästen, Bienenstöcke, Vogelschutzglas, etc.) sind und werden im Rahmen des Bauvorhabens umgesetzt.
4.Invasive Pflanzenarten
4.1Vermeidung invasiver Pflanzenarten
Im Rahmen des Bauprojekts finden keine Anpflanzungen von invasiven Pflanzenarten (gemäß Tabelle Appendix A Indikator 4) auf dem Grundstück statt.
5.Biotopvernetzung und Bewegungsbereiche
5.1Maßnahmen zur Biotopvernetzung
Eine Bewertung des Bauvorhabens hinsichtlich Störung oder Begünstigung von Vernetzungen von umgebenden Biotopen oder Bewegungen von Tieren liegt vor. Im Fall von zu erwartenden Störungen durch das Bauvorhaben sind abmindernde oder vernetzende Maßnahmen umgesetzt.
6.Entwicklungs- und Unterhaltungspflege
6.1Entwicklungspflege-Vertrag
Die Außenfläche wird nach Abschluss der Fertigstellungspflege über einen begrenzten Zeitraum zur Förderung der Vegetation weiter gepflegt (in der Regel 1 bis 2 Jahre).
6.2Unterhaltungspflege-Vertrag
Die Außenfläche wird zur Erhaltung des funktionsfähigen Zustandes und der ökologischen Qualität im Rahmen einer Unterhaltungs- und Wartungspflege gepflegt. Eine vertraglich vereinbarte Kontrolle findet jährlich statt.
7.Biodiversitätsstrategie
7.1Erstellung und Umsetzung einer Biodiversitätsstrategie
Erstellung und Umsetzung einer umfassenden und langfristigen Biodiversitätsstrategie für das Gebäude und seiner unmittelbaren Umgebung, die über die im Bebauungsplan oder der Baugenehmigung vorgeschriebenen Maßnahmen hinausgeht und die zukünftige Standortentwicklung berücksichtigt.
Ökonomische Qualität
ECO1.1Gebäudebezogene Kosten im Lebenszyklus
1.Lebenszykluskostenrechnungen in der Planung
1.1Integration von Lebenszykluskostenrechnungen in den Planungsprozess
1.1.1Eine Lebenszykluskosten-Systematik / ein LCC-Modell wird in einer frühen Planungsphase für das Projekt aufgesetzt. Die in der Planungsphase vorliegenden Gebäudevarianten werden hinsichtlich ihrer Herstell- und relevanter Folgekosten, zumindest der zu erwartenden Energiekosten, gegenübergestellt.
1.1.2Die Lebenszykluskosten werden planungsbegleitend regelmäßig (an den jeweiligen Planungsstand angepasst) ermittelt und im Planungsteam kommuniziert. Spätestens in der Leistungsphase 4 werden alle relevanten gebäudebedingten Folgekosten vollständig in die Berechnungen integriert.
2.Lebenszykluskostenoptimierung
2.1Planungsbegleitende Lebenszykluskostenoptimierung (max. 10 Punkte)
2.1.1Für das Gebäude werden die Auswirkungen maßgeblicher alternativen Entscheidungen auf die zu erwartenden Lebenszykluskosten ermittelt. Dies wird in Form einer umfänglichen Vollbetrachtung des gesamten Gebäudes durchgeführt. (+max. 7 CLP)
– je Alternative im Rahmen einer Vollbetrachtung im Rahmen LP 2, LP3 oder LP4  (+3 CLP)
– je Alternative im Rahmen einer Vollbetrachtung im Rahmen LP 5, LP6 oder LP7  (+2 CLP)
2.1.2Für das Gebäude werden die Auswirkungen maßgeblicher Entscheidungen auf die zu erwartenden Lebenszykluskosten ermittelt. Dies wird in Form einer Teilbetrachtung (Ausschnitt) für die relevanten Kostengruppen und Folgekosten durchgeführt. (+max. 3 CLP)
– je Alternative im Rahmen einer Teilbetrachtung im Rahmen LP 2, LP3 oder LP4  (+2 CLP)
– je Alternative im Rahmen einer Teilbetrachtung im Rahmen LP 5, LP6 oder LP7  (+1 CLP)
zu 2.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Es können auch alternative Ansätze gewählt und angerechnet werden, die eine Optimierung der Lebenszykluskosten erreichen.
2.2CIRCULAR ECONOMY BONUS
Erläuterung: Wird nachweislich ein wesentlicher Anteil der relevanten Bezugsgröße von Bauteilen wiederverwendet oder durch Geschäftsmodelle im oder am Gebäude umgesetzt, die der Circular / Sharing Economy Idee entsprechen und eine Kreislauffähigkeit sicherstellen oder maßgeblich unterstützen, kann der Bonus angerechnet werden (z. B. Performance-Contracting mit Verwertungs- oder Wiederverwendungs-Strategie). Pro umgesetzte Circular Economy Lösung können 5 Bonuspunkte angerechnet werden.
3.Gebäudebezogene Kosten über den Lebenszyklus
3.1Ermittlung und Vergleich der gebäudebezogenen Kosten über den Lebenszyklus
Angabe der Lebenszykluskosten netto in €/m²BGF(R) für ausgewählte Bauteile der KG 300  und KG 400 nach DIN 276-1 und für ausgewählte Nutzungsarten nach DIN 18960 bezogen auf einen Betrachtungszeitraum von 50 Jahren. Alle Angaben (wenn nicht gesondert gekennzeichnet) in EUR/m²BGF(R).Bürogebäude – mittlerer         Bürogebäude – Bauwerke
Standard                              mit erhöhten
Anforderungen an Repräsentativität
≤ 6.447                                ≤ 6.755                                           (10 CLP)
≤ 5.033                                ≤ 5.536                                           (40 CLP)
≤ 3.661                                ≤ 4.164                                           (80 CLP)
ECO2.1Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit
1.Flächeneffizienz
1.1Flächeneffizienz
Flächenbezogener Effizienzwert: Verhältnis nutzbare Fläche / BGF
> 0,48  (1 CLP)
0,60  (5 CLP)
0,75  (10 CLP)
1.2Flächeneffizienz unterirdisch / Parkierung oberirdisch auf dem Dach
2.Raumhöhe
2.1Rohbaumaß
≥ 3,00m  (10 CLP)
3.Gebäudetiefe
3.1Gebäudefall 1: Regelfall (Außenwand – Außenwand)
– 10,00m ≤ vorhandene Gebäudetiefe ≤ 16,50m  (5 CLP)
– 12,50m ≤ vorhandene Gebäudetiefe ≤ 14,50m  (10 CLP)Gebäudefall 2: Erschließungskern (Außenwand – Kern)
– 5,00m ≤ vorhandene Gebäudetiefe ≤ 8,25m  (5 CLP)
– 6,25m ≤ vorhandene Gebäudetiefe ≤ 7,25m  (10 CLP)
zu 3.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Konzeptuelle Darstellung alternativer Ansätze, die darstellen, dass alternative Gebäudetiefen eine gute Umnutzbarkeit emöglichen.
4.Vertikale Erschließung
4.1Geschossweise Betrachtung des Verhältnis Bruttogrundfläche / Anzahl Erschließungskerne [BGF(R)Etage/n Erschließungskern] ≤ 1200 m²  (1 CLP)
[BGF(R)Etage/n Erschließungskern] ≤ 600 m²  (5 CLP)
[BGF(R)Etage/n Erschließungskern] ≤ 400 m²  (10 CLP)
zu 4.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Konzeptuelle Darstellung alternativer Ansätze, die darstellen, dass die vertikale Erschließung eine gute Umnutzbarkeit ermöglicht.
5.Grundrissaufteilung
5.1Flexibilitätsaspekte des Grundrisses
– Sanitäreinheiten oder Anschlüsse (Schacht) für Nachrüstung vorhanden für spätere Teilung in Nutzungseinheiten ≤ 400 m²  (10 CLP)
zu 5.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Konzeptuelle Darstellung alternativer Ansätze, die darstellen, dass eine flexible Nutzung der Räume möglich ist.
6.Konstruktion
6.1Flexibilitätsaspekte der Konstruktion (max.10 Punkte)
– Weitestgehende Vermeidung tragender Innenwände.  (+2,5 CLP)
– Trennwände können an jeder Fassadenachse des Grundrasters ohne Eingriff in Boden oder Decke eingebaut werden.  (+2,5 CLP)
– Trennwände können wiederverwendet werden.  (+2,5 CLP)
– Nutzlastreserven für Umnutzungen sind in der statischen Berechnung berücksichtigt und vorhanden.  (+2,5 CLP)
zu 6.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Konzeptuelle Darstellung alternativer Ansätze, die darstellen, dass die Konstruktion flexibel ausgebildet ist.
7.Technische Gebäudeausrüstung
7.1Flexibilitätsaspekte der TGA (max.40 Punkte)
Die Verteilungen und Anschlüsse können bei einer geänderten Raumsituation bzw. Umgestaltung angepasst werden.
7.1.1Lüftung / Klimatechnik
– nur mit erheblichen baulichen Maßnahmen  (1 CLP)
– mit einfachen baulichen Maßnahmen  (7 CLP)
– ohne bauliche Maßnahmen  (10 CLP)
7.1.2Kühlung
– nur mit erheblichen baulichen Maßnahmen  (1 CLP)
– mit einfachen baulichen Maßnahmen  (7 CLP)
– ohne bauliche Maßnahmen  (10 CLP)
7.1.3Heizung
– nur mit erheblichen baulichen Maßnahmen  (1 CLP)
– mit einfachen baulichen Maßnahmen  (7 CLP)
– ohne bauliche Maßnahmen  (10 CLP)
7.1.4Wasser – Vertikale WC-Anschlüsse
– nur mit erheblichen baulichen Maßnahmen  (1 CLP)
– mit einfachen baulichen Maßnahmen  (7 CLP)
– ohne bauliche Maßnahmen  (10 CLP)
7.1.6Kühlung: Kältetechnische Versorgung
7.1.7Heizung: Wärmetechnische Versorgung
7.1.8Wasser: Wasser- und abwassertechnische Versorgung
7.1.9Elektrotechnik: Elektrotechnische Versorgung
7.1.10Lüftung / Klimatechnik
zu 7.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Konzeptuelle Darstellung alternativer Ansätze, die darstellen, dass die TGA flexibel ausgeführt ist.
8.CIRCULAR ECONOMY BONUS
Erläuterung: Im Gebäude sind für einen wesentlichen Flächenanteil (mind. 50 % der Nutzfläche) Flächennutzungskonzepte umgesetzt, die eine höhere Nutzungsintensivität in Bezug auf eine höhere Nutzeranzahl und  unterschiedliche Nutzungszeiten ermöglichen (z.B. non-territoriale Büros / Desk Sharing, Business Club,…)
ECO2.2Marktfähigkeit
1.Eingangssituation und Wegeführung
1.1Eingangssituation
– gut erkennbar u. leicht auffindbar
1.2Wegeführung
– Wegeführung / Hinweise vorhanden, erkennbar und verständlich (Gebäudenamen, Hausnummer, Gebäudeeingang, PKW-/LKW-Zufahrt/Stellplätze)
2.Stellplatzsituation (max. 47,5 Punkte)
2.1Anlieferzone
– Gesondert ausgewiesene Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe von Haupteingang oder Lieferanteneingang
2.1.2.1Anlieferzone – Trennung der Zufahrtswege von PKW und LKW vorhanden
2.1.2.2Anlieferzone ist uneingeschränkt befahrbar ohne Beeinträchtigung des weiteren Betriebs
2.3Kapazität gebäudeeigene PKW-Stellplätze
– ≥ 1 PKW Stellplatz pro ≥ 200 m2  NUF (NUF-2 nach DIN 277-1)  (1 CLP)
– ≥ 1 PKW Stellplatz pro ≥ 50 m2 NUF (NUF-2 nach DIN 277-1)  (10 CLP)
2.4Kapazität gebäudeeigene Fahrrad-Stellplätze
– Es sind 100 % der im Stellplatznachweis geforderten Fahrradstellplätze realisiert bzw. die realisierte Anzahl entspricht der Anzahl der „Richtzahlen für notwendige Fahrradabstellplätze“ des ADFC.
2.5Öffentliche Stellplätze in einer Entfernung von 200 m zum Haupt- oder Nebeneingang
– ≥ 1 PKW Stellplatz pro 500 m2  BGF (R)  (7,5 CLP)
– ≥ 1 PKW Stellplatz pro 200 m2  BGF (R)  (15 CLP)
2.8Anzahl TG Stellplätze
zu 2.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Darstellung alternativer Ansätze, die darstellen, dass die gewünschten Aspekte der Stellplatzsituation über einen anderen Weg erreicht wurden.
3.Eigenschaften des Marktes
3.1Marktrisiko (max 22,5 Punkte)
(1 CLP): Ein höheres Marktrisiko besteht bei
a) einem Verhältnis (in %) der projektierten Fläche zum Büroflächenbestand (NGF) im relevanten Teilmarkt, welches kleinergleich ≤ 10 Prozent ist
oder
b) einem Verhältnis (in %) der projektierten Fläche zum Durchschnitt
des Vermietungsleistung (Flächenumsatz) pro Jahr in:
– den Großstädten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln,
Stuttgart und München ≤  100% im relevanten Teilmarkt der
Großstadt
– den Großstädten Bremen, Dortmund, Duisburg, Dresden, Essen, Hannover, Leipzig und Nürnberg ≤ 60% im relevanten (Teil-)Markt
– den weiteren Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern ≤ 40%
– den Städten unter 100.000 Einwohnern ≤ 30%
(22,5 CLP): Ein niedriges Marktrisiko besteht bei
c) einem Verhältnis (in %) der projektierten Fläche zum Büroflächenbestand (NGF) im relevanten Teilmarkt, welches ≤ 1% ist
oder
d) einem Verhältnis (in %) der projektierten Fläche zum Durchschnitt der Vermietungsleistung (Flächenumsatz) pro Jahr in:
– den Großstädten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Stuttgart und München ≤  50% im relevanten Teilmarkt der Großstadt
– den Großstädten Bremen, Dortmund, Duisburg, Dresden, Essen, Hannover, Leipzig und Nürnberg ≤ 30% im relevanten (Teil-)Markt
– den weiteren Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern ≤ 20%
– den Städten unter 100.000 Einwohnern ≤ 15%
zu 3.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung Innovationsraum: Darstellung alternativer Ansätze, die aufzeigen, dass das Marktrisiko / Marktpotenzial bekannt ist.
4.Nutzungsgrad / Vermietungen zum Zeitpunkt der Fertigstellung
4.1Nutzungsgrad / Vermietungsgrad
– 50 % (1 CLP)
– 100 % (15 CLP)
4.2CIRCULAR ECONOMY BONUS
Erläuterung: Mindestens ein Unternehmen / Akteur trägt als Nutzer / Mieter des Gebäudes aktiv zur Circular Economy bei. Dies erfolgt direkt im Gebäude oder am Standort über ein gemeinsames Stoffstrommanagement oder ähnliche Kollaborationsformen mit einem weiteren Unternehmen / Akteur im nahen Umkreis zum Gebäude.
Soziokulturelle und funktionale Qualität
SOC1.1Thermischer Komfort
1.Operative Temperatur / Raumlufttemperatur Heizperiode
Einhaltung der Anforderungen nach ASR  (10 CLP)
und Einhaltung der Kriterien in Anlehnung an DIN EN 15251..
– Kategorie III, s. Anlage 2, 5% Abweichungshäufigkeit ist zulässig  (10 CLP)
– Kategorie II, s. Anlage 2, 5% Abweichungshäufigkeit ist zulässig  (20 CLP)
– Kategorie I, s. Anlage 2, 3% Abweichungshäufigkeit ist zulässig  (30 CLP)
(Flächengewichtete Interpolation möglich)
2.Zugluft / Heizperiode
Die Luftgeschwindigkeit an den Arbeitsplätzen bzw. im Aufenthaltsbereich steigt nicht über den nach Kategorie B der DIN EN ISO 7730 maximal zulässigen Wert an.
Für Gebäude ohne RLT-Anlagen gilt die Anforderung als eingehalten
3.Strahlungstemperaturassymetrie und Fußbodentemperatur / Heizperiode
Die raumseitigen Oberflächentemperaturen halten weitgehend die im Kriterium angegebenen Grenzwerte ein:
– Decke maximal 35°C
– Glasflächen der Fassade / Wand minimal 18°C
– Glasflächen der Fassade / Wand maximal 35°C
– Fußboden maximal 29°C
4.Relative Luftfeuchte / Heizperiode (quantitativ)
Die Raumluft wird in der Heizperiode (auch bei tiefen Außentemperaturen bzw. trockener Außenluft) nicht zu trocken und erfüllt die im Kriterium angegebene Anforderung:
ᵩ  ≥ 25 %
Diese Anforderung wird zu mindestens 95 % der Betriebszeit eingehalten.
5.Operative Temperatur / Raumlufttemperatur Kühlperiode
Einhaltung der Kriterien nach DIN 4108-2  (10 CLP)
und Einhaltung der Kriterien in Anlehnung an DIN EN 15251..
– Kategorie III, s. Anlage 3, 5% Abweichungshäufigkeit ist zulässig  (20 CLP)
– Kategorie II, s. Anlage 3, 5% Abweichungshäufigkeit ist zulässig  (30 CLP)
– Kategorie I, s. Anlage 3, 3% Abweichungshäufigkeit ist zulässig  (35 CLP)
(Flächengewichtete Interpolation möglich)
6.Zugluft / Kühlperiode
Einhaltung Kat B nach DIN EN ISO 7730, Anhang A, Bild A2.
Für Gebäude ohne RLT-Anlagen gilt die Anforderung als eingehalten.
7.Strahlungstemperaturassymetrie und Fußbodentemperatur / Kühlperiode
Die raumseitigen Oberflächentemperaturen halten weitgehend die im Kriterium angegebenen Grenzwerte ein:
– Decke minimal 16 °C
– Decke maximal 35 °C
– Glasflächen der Fassade / Wand minimal 18 °C
– Glasflächen der Fassade / Wand maximal 35 °C
– Fußboden minimal 19 °C
– Fußboden maximal 29 °C
8.Raumluftfeuchte / Kühlperiode
Die Raumluft wird in der Kühlperiode (auch bei hohen Außentemperaturen) nicht zu feucht und erfüllt die im Kriterium angegebene Anforderung:
– Absoluter Feuchtegehalt < 12g/kg
Die Anforderungen an die Raumluftfeuchte sind einzuhalten und unabhängig davon, ob die Räume mit Fensterlüftung oder Lüftungsanlage gelüftet werden.
9.AGENDA 2030 BONUS – KLIMAANPASSUNG
Resilienter thermischer Komfort: Für das Gebäude werden die Überschreitungshäufigkeiten in der Heiz- und Kühlperiode mit prognostizierten
zukünftigen Klimadaten für 2030 und 2050 ermittelt. Die Ergebnisse fließen in die
Entscheidungsfindung im Rahmen der Planung ein.
SOC1.2Innenraumluftqualität
1.Innenraumhygiene – Flüchtige organische Verbindungen (VOC)
1.1Messung flüchtiger organischer Verbindungen
– Bewertung der Raumluftkonzentration flüchtiger organischer Verbindungen
> 3000 TVOC [μg/m³]   > 100 Formaldehyd [μg/m³]     (0 CLP)
≤ 3000 TVOC [μg/m³]   ≤ 100 Formaldehyd [μg/m³]     (10 CLP)
≤ 1000 TVOC [μg/m³]   ≤ 60 Formaldehyd [μg/m³]       (25 CLP)
≤ 500 TVOC [μg/m³]     ≤ 30 Formaldehyd [μg/m³]       (50 CLP)Alternativ:
– Bewertung von nicht vergleichbaren VOC-Messungen (mehr als 4 Wochen
nach Fertigstellung gemessen)
> 3000 TVOC [μg/m³]   > 100 Formaldehyd [μg/m³]     (0 CLP)
≤ 3000 TVOC [μg/m³]   ≤ 100 Formaldehyd [μg/m³]     (5 CLP)
≤ 300 TVOC [μg/m³]     ≤ 30 Formaldehyd [μg/m³]      (25 CLP)
1.2AGENDA 2030 BONUS – SCHADSTOFFREDUKTION IN DER
INNENRAUMLUFT, GESUNDHEIT UND WOHLBEFINDEN
1.2.1Nichtraucherschutz: Im Gebäude oder angrenzenden Zonen werden Personen nicht durch rauchende Personen beeinträchtigt. Auf den umliegenden außenliegenden Flächen führen angemessene Maßnahmen dazu, dass Zigarettenrauch nicht in das Gebäude eindringen kann.
1.2.2Feinstaub in Innenräumen: Eine Feinstaubbelastung durch Kopiergeräte und Laserdrucker wurde vermieden, indem emissionsarme Tintenstrahldrucker zum Einsatz kommen oder Kopiergeräte und Laserdrucker in einem separaten Druckerraum aufgestellt wurden, der eine ausreichende Entlüftung hat.
2.Innenraumhygiene – Lüftungsrate (max. 50 Punkte)
Bewertung der Lüftungsrate bei mechanischer Belüftung (DIN EN 15251)
– Kategorie IV: Werte außerhalb der Kategorien I bis III; sollte nur einen begrenzten Teil des Jahres angewandt werden  (0 CLP)
– Kategorie III: Annehmbares, moderates Maß an Erwartungen; kann bei bestehenden Gebäuden angewandt werden  (25 CLP)
– Kategorie I und II: Normales Maß an Erwartungen; empfohlen für neue und renovierte Gebäude  (50 CLP)Alternativ: Bewertung der Lüftungsrate bei Fensterlüftung
– Es wird kein gesonderter Nachweis erbracht  (0 CLP)
– Kategorie ASR A 3.6: Die Anforderungen der ASR A (kontinuierliche 3.6) werden eingehalten. Lüftung oder Stoßlüftung)  (25 CLP)Alternativ: Bewertung der Lüftungsrate mit Hilfe einer zonalen Strömungssimulation
– Kategorie IV: CO2 Konzentration oberhalb der Außenluftkonzentration (ppm) >800  (0 CLP)
– Kategorie III: CO2 Konzentration oberhalb der Außenluftkonzentration (ppm) > 500 und ≤ 800  (25 CLP)
– Kategorie I und II:  ≤ 500  (50 CLP)Wenn jeweils 25 Punkte durch mechanische Belüftung und Einhaltung der ASR mittels Stoßlüftung erreicht werden, wird die Kombination aus mechanischer und natürlicher Lüftung mit 50 Punkten bewertet.
zu 2.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Wird die Innenraumluftqualität durch alternative, innovative Lösungen nachweislich verbessert, können Punkte entsprechend anerkannt werden.
SOC1.3Akustischer Komfort
1.Planungsbegleitendes akustisches Konzept
1.1Raumakustikkonzepte
Erstellung eines Raumakustikkonzeptes mit planungsbegleitender Fortschreibung
2.Einzelbüros und Mehrpersonenbüros bis zu einer Fläche von 40 m²
2.1Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten
– Einhaltung der Raumakustikklasse C nach VDI 2569: 2016-02 (Entwurf)  (10 CLP)
– Einhaltung der Raumakustikklasse B nach VDI 2569: 2016-02 (Entwurf)  (15 CLP)
Alternativ: Nachweis nach DIN 18041:2016-03 Raumgruppe B: vgl. Indikator 5
– Einhaltung der Raumakustikklasse A nach VDI 2569: 2016-02 (Entwurf)  (20 CLP)
3.Mehrpersonenbüros mit einer Fläche von mehr als 40 m²
3.1Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten
– Einhaltung der Raumakustikklasse C nach VDI 2569: 2016-02 (Entwurf) 2569  (10 CLP)
– Einhaltung der Raumakustikklasse B nach VDI 2569: 2016-02 (Entwurf)  (20 CLP)
Alternativ: Nachweis nach DIN 18041:2016-03 Raumgruppe B: vgl. Indikator 5
– Einhaltung der Raumakustikklasse A nach VDI 2569: 2016-02 (Entwurf)  (30 CLP)
3.2Mögliche Zusatzpunkte
Berücksichtigung von Schallabsorptionsflächen an der Decke bei offenen Bürostrukturen bzw. an der Decke und den Raumteilern bei raumhohen Raumteilern:
–  30 % der mittleren äquivalenten Schallabsorptionsfläche an der Decke bzw./und den raumhohen Raumteilern  (5 CLP)
–  70 % der mittleren äquivalenten Schallabsorptionsfläche an der Decke bzw./und den raumhohen Raumteilern  (10 CLP)
4.Räume für „Sprache“ im Sinne der DIN 18041
4.1Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten
– Die Einhaltung aller Räume mit Anforderungen nach DIN 18041:2016-03 wurde nachgewiesen.  (+10 CLP)Einhaltung der Anforderungen an die Inklusion
– Berücksichtigung der inklusiven Nutzung nach DIN 18041:2016-03  (Unterricht/Kommunikation inklusiv, Sprache/Vortrag inklusiv)  (+10 CLP)
4.2Mögliche Zusatzpunkte
Durchführung einer detaillierten akustischen Simulation eines Großraumbüros in Anlehnung an DIN 3382 oder zur Bewertung weiterer raumakustischer Kenngrößen für Großraumbüros und Räume der Raumgruppe A ≥ 500 m³
5.Kantine mit einer Grundfläche > 50 m²
5.1Einhaltung der Empfehlungen an das A/V Verhältnis im Frequenzbereich 250 – 2.000 Hz gemäß nach DIN 18041:2016-03  (Nutzungsart B3 – B5)
6.AGENDA 2030 BONUS – STRESSREDUKTION, GESUNDHEIT UND
WOHLBEFINDEN
6.1Ziel des AGENDA 2030 BONUS ist die Reduktion der vorzeitigen Sterblichkeit und Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden.
Lärmminderung: Die Indikatoren 2-5 erreichen mindestens den Referenzwert,
wurden umgesetzt und durch Messungen bestätigt. Auf dieser Grundlage kann eine hohe akustische Qualität des Gebäudes und eine hohe akustische Behaglichkeit für den Gebäudenutzer erreicht werden. Dies minimiert den Lärm als gesundheitsschädigenden Faktor und unterstützt eine dauerhafte und langfristige Leistungsfähigkeit der Gebäudenutzer.
SOC1.4Visueller Komfort
1.Tageslichtverfügbarkeit Gesamtgebäude
1.1Tageslichtquotient (DF)
50% der Nutzungsfläche (NUF) hat einen Tageslichtquotienten (DF) in Höhe von
– ≥ 1,0 % (bei Nachweis über Simulation oder nach DIN V 18599 mit detailliertem Nachweis des Verbauungsindex I VJ )
oder
≥ 2,0 % (bei Nachweis nach DIN V 18599 mit pauschalem Ansatz des Verbauungsindex I VJ = 0,9)  (10 CLP)
– ≥ 1,5 % (bei Nachweis über Simulation oder nach DIN V 18599 mit detailliertem Nachweis des Verbauungsindex I VJ )  (14 CLP)
– ≥ 2,0 % (bei Nachweis über Simulation oder nach DIN V 18599 mit detailliertem Nachweis des Verbauungsindex I VJ )  (18 CLP)
2.Tageslichtverfügbarkeit ständige Arbeitsplätze
2.1Jährliche relative Nutzbelichtung
– ≥ 45 % (bei Nachweis über Simulation oder nach DIN V 18599 mit
detailliertem Nachweis des Verbauungsindex I VJ )
oder:
≥ 60 % (bei Nachweis nach DIN V 18599 mit pauschalem Ansatz des Verbauungsindex I VJ  = 0,9)  (8 CLP)
– ≥ 60 % (bei Nachweis über Simulation oder nach DIN V 18599 mit detailliertem Nachweis des Verbauungsindex I VJ )  (12 CLP)
– ≥ 75 % (bei Nachweis über Simulation oder nach DIN V 18599 mit detailliertem Nachweis des Verbauungsindex I VJ )  (16 CLP)
3.Sichtverbindung nach außen
3.1Vorhandene Sichtbeziehungen nach Außen
(Wenn Sonnenschutz- und Blendschutzsystem gleichzeitig mit unterschiedlichen Klassifizierungen vorhanden sind, wird nach der besseren Klassifizierung bewertet.)- Ein Sichtkontakt in den Außenbereich ist möglich  (8 CLP)
– Ein Sichtkontakt in den Außenbereich ist im direkten Blickfeld am Arbeitsplatz / aus den Wohnbereichen oder Hotelzimmern möglich  (12 CLP)
– Ein Sichtkontakt in den Außenbereich ist im direkten Blickfeld am Arbeitsplatz / aus den Wohnbereichen oder Hotelzimmern auch bei geschlossenem Blend- oder Sonnenschutz möglich  (16 CLP)
4.Blendfreiheit bei Tageslicht
4.1Blendfreiheit durch Sonnen-/Blendschutzsystem
(Wenn Sonnenschutz- und Blendschutzsystem gleichzeitig mit unterschiedlichen Klassifizierungen vorhanden sind, wird nach der besseren Klassifizierung bewertet. Jährliche relative Nutzbelichtung)- Sonnen-/Blendschutzsystem vorhanden (ohne weiteren Nachweis der Qualität gemäß DIN 14057)  (8 CLP)
– Sonnen-/Blendschutzsystem = Klasse 1  (12 CLP)
– Sonnen-/Blendschutzsystem ≥ Klasse 2  (16 CLP)
5.Kunstlicht
5.1Mindestanforderungen
– Die Anforderungen an die Beleuchtung nach DIN EN 12464-1 sind eingehalten.
5.2Übererfüllung
Merkmale möglicher Übererfüllung:
– Farbwiedergabe Ra  ≥ 90
– Beleuchtungsstärke auf den Wänden Ev  Wand  ≥ 150 lx
– Durch Kunstlicht automatische oder individuelle Anpassung der Beleuchtungsstärke (> 800 lx)
– Durch Kunstlicht automatische oder individuelle Anpassung der Lichtfarbe im Bereich warmweiß (3000 K) bis tageslichtweiß (6500 K) (NHO 6000K)1 erfülltes Merkmal (3 CLP)
2 erfüllte Merkmale (6 CLP)
≥ 3 erfüllte Merkmale (10 CLP)
6.Farbwiedergabe – Tageslicht
6.1Farbwiedergabeindex  Ra
Farbwiedergabeindex Ra  der Kombination aus Verglasung und Sonnen-/
Blendschutz, alle tagesbelichteten in ständig genutzten Bereichen
– Ra  ≥ 80  (4 CLP)
– Ra  ≥ 90  (8 CLP)
7.Besonnung
7.1Besonnungsdauer
SOC1.5Einflussnahme des Nutzers (max. 100 Punkte)
1.Lüftung
1.1Einflussnahmemöglichkeiten auf die Lüftung
– Im Raum beeinflussbarer raumweiser Luftaustausch  (15 CLP)
– Durch Nutzer oder Nutzergruppe (1 bis 3 Personen)  individuell beeinflussbarer Luftaustausch  (25 CLP)
2.Sonnenschutz/Blendschutz
2.1Einflussnahmemöglichkeiten auf Sonnenschutz und Blendschutz
– Im Raum beeinflussbarer Sonnenschutz oder Blendschutz  (10 CLP)
– Sonnenschutz oder Blendschutz durch Nutzer oder Nutzergruppe (1 bis 3 Personen) beeinflussbar  (20 CLP)
– Sonnenschutz und Blendschutz durch Nutzer oder Nutzergruppe (1 bis 3 Personen) beeinflussbar  (30 CLP)
3.Temperaturen während der Heizperiode
3.1Einflussnahmemöglichkeiten auf die Raumtemperaturen während der Heizperiode
– Im Raum einstellbare Temperatur  (8 CLP)
– Durch Nutzer oder Nutzergruppe (1 bis 3 Personen) individuell einstellbare Temperatur  (15 CLP)
4.Temperaturen außerhalb der Heizperiode (Kühlung)
4.1Einflussnahmemöglichkeiten auf die Temperaturen außerhalb der Heizperiode
– Im Raum einstellbare Temperatur  (8 CLP)
– Durch Nutzer oder Nutzergruppe (1 bis 3 Personen) individuell einstellbare Temperatur  (15 CLP)
5.Steuerung von Kunstlicht
5.1Einflussnahmemöglichkeiten auf die Steuerung von Kunstlicht
– Im Raum beeinflussbares Kunstlicht  (5 CLP)
– Durch Nutzer oder Nutzergruppe (2 bis 3 Personen) individuell beeinflussbares Kunstlicht  (10 CLP)
– Durch einen Nutzer individuell beeinflussbares Kunstlicht  (15 CLP)
6.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Umgesetzte Möglichkeiten zur Einflussnahme des Nutzers, die nicht
den o.g. Kategorien oder Maßnahmen zugeordnet werden kann, die jedoch
nachweislich den Komfort oder dem Wohlbefinden der Nutzer steigern können
gemäß der Bewertungslogik der Indikatoren 1.1 – 5.1 angerechnet werden.
SOC1.6Aufenthaltsqualitäten Innen und Außen
1.Kommunikationsfördernde Angebote (Innen)
1.1Kommunikationszonen Hauptnutzung (max. 15 Punkte)
– Verschiedene Kommunikationszonen, wie z.B. offene esprechungsbereiche oder Besprechungszonen, konditionierte Atrien und Innenhöfe, Nischen als Treffpunkte  (+10 CLP)
– Kommunikationsfördernde Raumgestaltung über z.B. verglaste Tür- und Wandelemente, transparente Sichtachsen, um mehrere Räume (wie z.B. Lernorte, Aufenthaltsräume) einsehen zu können  (+5 CLP)
zu 1.1INNOVATIONSRAUM
Zukunftsorientierte Raumkonzepte: Räume oder Zonen, welche die Kommunikation mit individuellen Lösungen fördern.
(z.B. Lounge für kreatives Arbeiten, Angebote für bedürfnisorientierte Wohn- und Versorgungskonzepte, technikbasierte Dienstleistungsunter-stützungen für den Alltag älterer Menschen, „vernetztes Wohnen“, Desk-Sharing, offene Räume für Pädagogikkonzepte mit offene Unterrichtsformen, etc.)
– Je innovativer Kommunikationskonstellation (entsprechend der Indikatoren unter 1.1)
2.Zusätzliche Angebote für die Nutzer (max. 15 Punkte)
2.1Zusatzangebote / Services
– Zusatzangebote, Multifunktionsräume oder Gemeinschaftsräume, wie z. B.
Cafeteria, Fitness, Bibliothek, Wellness, Sauna
2.2Orientierung / Information
– Wegeleitsystem (wie z. B. Beschilderung, Informationstafeln, /-säulen)
– Vorhandensein eines in das innenarchitektonische Gesamtkonzept, einen integrierten Informationstresen, der (während der Öffnungszeiten / bestimmter Zeiten) durch eine/-n Mitarbeiter/in besetzt ist, wie z.B. bei Shoppingcentern, Verbrauchermärten, bei großen Wohnanlagen, Bürokomplexen, etc.
zu 2.INNOVATIONSRAUM
Alternative, individuelle Lösungen, die ein Zusatzangebot für die Nutzer
darstellen oder der Orientierung / Information dienen.
z.B. Cradle-to-Cradle-Konzept zu einer innovativen gemeinschaftlichen Waschmaschinennutzung- und -steuerung.
– je Lösung (entsprechend der Indikatoren unter 2.1 und 2.2)
3.Familien- Kinder- und Seniorenfreundlichkeit
3.1Angebote für Familien im Gebäude (max. 20 Punkte)
– Räumlichkeiten für Kinderbetreuung  (+5 CLP)
– Räumlichkeiten für Wickelmöglichkeiten- und separate Stillräume/-bereiche (auf das einzelne Nutzungsprofil abgestimmt)  (+5 CLP)
– Räumlichkeiten für Kinderspielbereiche (ohne Kinderbetreuung)  (+5 CLP)
– Räumlichkeiten für Seniorenaufenthalts- und -spielbereiche (wie z.B. Bereiche für Gesellschaftsspiele)  (+5 CLP)
– In den Stellplatzbereichen sind entsprechend dimensionierte (Breite ≥ 2,7m) und gekennzeichnete Stellplätze für Familien vorhanden, die ein bequemes Be- und Entladen ermöglichen  (+5 CLP)
zu 3.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Innovative, individuelle Lösungen, die der Förderung der
Familienfreundlichkeit dienen.
4.Aufenthaltsqualität innere Erschließung
4.1Aufenthaltsqualität der inneren Erschließungsbereiche (max. 10 Punkte)
In den Erschließungsbereichen sind folgende oder ähnliche Merkmale umgesetzt:
– Aufweitungen, Galerien, Nischen, Treppen mit einer ausreichenden Breite und Lufträume für die Kommunikation über Geschosse hinweg, Freitreppen, Sitzmöglichkeiten (z. B. geeignete Vorsprünge, Stufen, Bänke u. Ä.).
– Tageslicht ist auf Erschließungsflächen vorhanden.
– Türöffnungen zu außenliegenden Aufenthaltsflächen, wie z. B. Balkonen, Dachterrassen, Atrien u. a., sind vorhanden.
– Erschließungsflächen weisen erhöhte thermische, akustische oder schallschutztechnische Anforderungen auf, so dass eine flexible Nutzung möglich ist.3 umgesetzter Merkmale  (5 CLP)
≥ 5 umgesetzter Merkmale  (10 CLP)
zu 4.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Innovative, individuelle Lösungen, die eine angenehme, passende Aufenthaltsqualität der Erschließungsbereiche schaffen.
5.Gestaltungskonzept Außenanlagen (max. 20 Punkte)
5.1Gestaltungskonzept für die Außenanlagen
Es liegt ein Gestaltungskonzept vor, welches die Einbindung von Materialität, Beleuchtung, Orientierung, Begrünung und der notwendigen technischen Aufbauten berücksichtigt oder es gibt einen Leitfaden zur Gestaltung, dessen Außenanlagenprogramm für alle Außenräume umgesetzt wurde (Freiflächenplan, konzeptionelle Darstellungen und Baubeschreibung, ggf. ergänzende Detailplanungen).
5.2Qualität der Außenbereiche
– Gebäudeerschließung unter Berücksichtigung sozialräumlicher, gemeinschaftsbildender Aspekte  (+5 CLP)
– Spielplätze mit hoher Ausstattungsqualität  (+5 CLP)
– Unmittelbare Nähe zu Grünanlagen und Parks im Umfeld vorhanden  (+5 CLP)
– Erlebbarkeit von techn. Infrastruktur wie z.B. des Wasserkreislaufs durch oberflächige und künstlerisch gestaltete Anlagen  (+5 CLP)
– Nebenanlagen sind in die Gestaltung integriert (Müllstandorte, Fahrradunterstellmöglichkeiten, TG-Lüftung etc.)  (+5 CLP)
– Soziale Kontrolle Außenbereiche durch Bezüge Gebäude – Außenraum ist gegeben  (+5 CLP)
6.Flächen im Außenbereich (max. 25 Punkte)
6.1Dachflächen
Dachflächen sind für die Gebäudenutzer nutzbare Außenraumflächen mit min. 5 m² Nutzungsfläche
– > 10 %  der Dachfläche  (+5 CLP)
6.2Fassade
– Balkone, Loggien oder Wintergärten mit mind. 3 m² NUF je Einheit  (+5 CLP)
– Fassadenbegrünung mit  insgesamt < 10 % jedoch mind. insgesamt 20m²  (+5 CLP)
6.3Außenraum (ebenerdig)
– Gemeinschaftliche Freisitze oder Terrassen, Atrium (nicht konditioniert) oder Innenhof mit Aufenthaltsflächen für die Nutzer des gesamten Gebäudes  (+10 CLP)
– In mindesten 80% aller Unterrichtsräumen und anderen Aufenthaltsräume eines Gebäudes sind Türen zum Außenraum vorhanden, die eine Nutzung der angrenzenden Außenflächen/ Dachflächen ermöglichen  (+10 CLP)
zu 6.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: innovative, individuelle Lösungen, die eine Nutzung im
Außenbereich für die Gebäudenutzer ermöglicht.
– je Lösung (entsprechend der Indikatoren unter 6.1 bis 6.3)
7.Ausstattungsmerkmale (max. 10 Punkte)
7.1Ausstattungsmerkmale der nutzbaren Außenbereiche
– Sitz- und/oder Liegemöglichkeiten fest installiert
– Sitz- und/oder Liegemöglichkeiten nicht fest installiert
– wetterfeste Außenmöblierung für Essenspausen mit Tisch- und Stuhlelementen
– Stromversorgung für Außenarbeitsplätze
– fest installierte Fitness- und Bewegungsgeräte
– Unversiegelte, begrünte Freibereiche, die für einen Aufenthalt genutzt werden können
– Wasserelemente
– Schutz gegen Niederschlag
– Windschutzmaßnahmen
– sommerlicher Sonnenschutz über Bäume oder festinstallierte starre oder bewegliche Verschattungssysteme
– oder weitere, die den Komfort oder Nutzergruppen der Außenbereiche erhöhen3 umgesetzter Merkmale  (5 CLP)
≥ 5 umgesetzter Merkmale  (10 CLP)
zu 7.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: innovative, individuelle Lösungen, die den Komfort der Nutzung im Außenbereich für die Gebäudenutzer oder die Nutzergruppen erhöhen.
SOC1.7Sicherheit
1.Sicherheitsempfinden und Schutz vor Übergriffen
1.1Grad der Einsehbarkeit
Gut einsehbare und übersichtliche allgemeine Flächen (Eingangsbereiche, Hauptwege, Wege der Innenhöfe) und Tiefgaragen, Parkplätze und Parkdecks (sofern vorhanden)
1.2Grad der Ausleuchtung
Gut beleuchtete Hauptwege, Wege zu Parkplätzen und Wege zu Fahrradabstellplätzen
1.3Anzahl technische Sicherheitseinrichtungen
– Notfallrufsäulen
– Videoüberwachung
– Rundsprechanlagen (bei Büro)
– Sprachalarmierung
– oder vergleichbare Einrichtungen1 Merkmal  (15 CLP)
≥ 2 Merkmale (30 CLP)
1.4Präventive Schutzmaßnahmen
zu 1.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Sicherheitsmaßnahmen, die nicht den o.g. Kategorien oder Maßnahmen zugeordnet werden können, die jedoch nachweislich das Sicherheitsempfinden und den Schutz vor Übergriffen steigern.
SOC2.1Barrierefreiheit
Qualitätsstufe 1 / DGNB Mindestanforderung  (10 CLP)
Die bauordnungsrechtlichen Anforderungen zur Barrierefreiheit wurden erfüllt. Mindestens aber wurde Folgendes umgesetzt:
– Innere und äußere Erschließung: Zuwegungen zu Eingängen, Eingänge sowie Bewegungsflächen vor der/den Eingangstür/en (und ggf. Aufzug) sowie die zugehörigen Verkehrs- und Nebenflächen und für die Benutzung wichtige Allgemeinflächen des Gebäudes sind nach der gültigen MBO barrierefrei.
– barrierefreie Erschließung aller im Gebäude befindlichen Nutzungseinheiten, unabhängig davon, ob diese von einem oder unterschiedlichen Nutzern genutzt werden.
– zugehörige Verkehrsflächen zu den gesetzlich erforderlichen Behinderten-PKW-Stellplätzen
– Informationen für die Bedienung (z. B. Eingangstüren, Aufzug) nach dem Mehr-Sinne-Prinzip (mindestens 2-Sinne Prinzip – visuell, akustisch, taktil).
– mindestens ein barrierefreier Toilettenraum von einem öffentlichen Bereich zugänglich.Qualitätsstufe 2  (25 CLP)
– Qualitätsstufe 1 / DGNB Mindestanforderung ist erfüllt
– Es wurde ein detailliertes Gesamtkonzept zur Barrierefreiheit erstellt.
Zusätzlich sind nutzungsspezifische Gebäudebereiche barrierefrei wie folgt ausgeführt:
– mindestens 10 % der als Arbeitsstätten ausgewiesenen Bereiche inkl. der arbeitstechnisch relevanten Bereichen und der zugehörigen Verkehrs- und Nebenflächen
– erforderliche barrierefreie Toilettenräume sind in diesen Bereichen angeordnetQualitätsstufe 3  (50 CLP)
– Qualitätsstufe 1 / DGNB Mindestanforderung ist erfüllt.
– Es wurde ein detailliertes Gesamtkonzept zur Barrierefreiheit erstellt.
Zusätzlich sind nutzungsspezifische Gebäudebereiche barrierefrei wie folgt ausgeführt:
– mindestens 50 % der als Arbeitsstätten ausgewiesenen Bereiche inkl. der arbeitstechnisch relevanten Bereichen und der zugehörigen Verkehrs- und Nebenflächen
– erforderliche barrierefreie Toilettenräume sind in diesen Bereichen angeordnet.
– Mindestens 25 % der begehbaren Flächen und der Aufenthaltsflächen im Außenbereich (sofern vorhanden)Qualitätsstufe 4  (100 CLP)
– Qualitätsstufe 1 / DGNB Mindestanforderung ist erfüllt
– Es wurde ein detailliertes Gesamtkonzept zur Barrierefreiheit erstellt.
Zusätzlich sind nutzungsspezifische Gebäudebereiche barrierefrei wie folgt ausgeführt:
– Mindestens 95 % der als Arbeitsstätten ausgewiesenen Bereiche inkl. der arbeitstechnisch relevanten Bereichen und der zugehörigen Verkehrs- und Nebenflächen
– Erforderliche barrierefreie Toilettenräume sind in diesen Bereichen angeordnet
– mindestens 75 % der begehbaren Flächen und der Aufenthaltsflächen im Außenbereich (sofern vorhanden)
Technische Qualität
TEC1.2Schallschutz
1.Luftschalldämmung zwischen Räumen
1.1Im eigenen Bereich – Wände R‘w und Flurtüren Rw
Räume mit normalen Anforderungen (+max. 10 CLP)
Trennwände R‘w       Türen Rw
≥ 37 dB                   ≥ 27 dB         (5 CLP)
≥ 42 dB                   ≥ 32 dB         (7,5 CLP)
≥ 45 dB                   ≥ 37 dB         (10 CLP)Räume mit erhöhten Anforderungen (+max. 10 CLP)
Trennwände R‘w       Türen Rw
≥ 42 dB                   ≥ 32 dB         (5 CLP)
≥ 45 dB                   ≥ 37 dB         (7,5 CLP)
≥ 50 dB                   ≥ 42 dB         (10 CLP)
1.2Trennwände R‘w und Türen Rw
Gegenüber fremden Bereichen – Trennwände R‘w
– Mindestanforderungen nach DIN 4109-1: (53 dB)  (5 CLP)
– Wie zuvor, jedoch Übererfüllung um 2dB (≥ 55 dB)  (7,5 CLP)
– Wie zuvor, jedoch Übererfüllung um 2dB (≥ 57 dB)  (10 CLP)
1.3Decken R’w (Trenndecken)
Trenndecken in fremden und eigenen Bereichen R‘w
– Anforderungen nach DIN 4109 (≥ 54 dB)  (5 CLP)
– Wie zuvor, jedoch Übererfüllung um 2dB (≥ 56 dB)  (7,5 CLP)
– Wie zuvor, jedoch Übererfüllung um 2dB (≥ 58 dB)  (10 CLP)
1.4Normflankenpegeldifferenz
Rl,w,R  bzw. Dn,f,w,R  gilt für alle flankierenden Bauteile (Fußboden, Decke, Fassade) für jedes Trennwandraster
– ≥ 42 dB  (5 CLP)
– ≥ 47 dB  (10 CLP)
– ≥ 50 dB  (15 CLP)
2.Trittschallschutz
2.1Trittschalldämmung von Geschossdecken und Treppen
Im eigenen Bereich (eigene Nutzung)
Anforderung L’n,w – Horizontal    Anforderung L’ n,w  – Vertikal
≤ 60 dB                                    ≤ 53 dB                                    (5 CLP)
≤ 53 dB                                    ≤ 46 dB                                    (10 CLP)
≤ 46 dB                                    ≤ 46 dB (ohne Anrechnung         (15 CLP)
weichfedernder Bodenbeläge)Gegenüber fremden Bereichen (gegenüber fremder Nutzung und Vermietung)
– Mindestanforderungen nach DIN 4109-1:* (≤ 53 dB)  (5 CLP)
– Erhöhter Schallschutz nach Beiblatt 2 zu DIN 4109 (≤ 46 dB)  (10 CLP)
– Erhöhter Schallschutz nach Beiblatt 2 zu DIN 4109 Übererfüllung um 3dB (≤ 43 dB)  (15 CLP)
3.Luftschallschutz
3.1Luftschallschutz gegenüber Außenlärm
– DIN 4109-1: erfüllt  (5 CLP)
– DIN 4109-1: um 3dB übererfüllt  (10 CLP)
– DIN 4109-1: erfüllt, jedoch inkl. Ctr. 100 – 5000  (15 CLP)
4.Luftschallschutz gegenüber TGA
4.1Luftschallschutz gegenüber Haustechnischen Anlagen
– DIN 4109-1: erfüllt  (5 CLP)
– DIN 4109-1: um 3dB übererfüllt  (10 CLP)
– DIN 4109-1: um 5dB übererfüllt  (15 CLP)
5.Schallschutz Geschosshäuser
5.1Schalldämmanforderungen
TEC1.3Qualität der Gebäudehülle
1.Wärmedurchgang
1.1Wärmedurchgangskoeffizienten
(20 CLP)   (30 CLP)   (40 CLP)
Opake Außenbauteile W/(m²·K)                    ≤ 0,28        ≤ 0,24      ≤ 0,20
Transparente Außenbauteile W/(m²·K)           ≤ 1,50        ≤ 1,28      ≤ 1,05
Vorhangfassade W/(m²·K)                            ≤ 1,50        ≤ 1,28      ≤ 1,05
Glasdächer, Lichtbänder, -kuppeln W/(m²·K)  ≤ 2,50        ≤ 2,13      ≤ 1,75
2.Wärmebrücken
2.1Wärmebrückenzuschläge
Wärmebrückenzuschlag ΔU WB  In W/(m²·K)
– ≤ 0,05 W/(m²·K)  (10 CLP)
– ≤ 0,02 W/(m²·K)  (15 CLP)
3.Luftdichtheit
3.1Luftdichtheitsmessung
Bei Gebäuden mit einem Innenvolumen ≤ 1500 m³: n 50  ≤ 1,5
Bei Gebäuden mit einem Innenvolumen > 1500 m³ gilt zusätzlich: Außenflächenbezogener Luftwechsel q 50  : 2,5  (5 CLP)Bei Gebäuden mit einem Innenvolumen ≤ 1500 m³: n 50   ≤ 1,0
Bei Gebäuden mit einem Innenvolumen > 1500 m³ gilt zusätzlich: Außenflächenbezogener Luftwechsel q 50  : 2,0  (10 CLP)Bei Gebäuden mit einem Innenvolumen ≤ 1500 m³: n 50   ≤ 0,6
Bei Gebäuden mit einem Innenvolumen > 1500 m³ gilt zusätzlich: Außenflächenbezogener Luftwechsel q 50  : 1,8  (15 CLP)
3.2Fugendurchlässigkeit der Fenster und Türen
Fugendurchlässigkeit Q nach DIN EN 12207:
Klasse 2  (5 CLP)
Klasse 3  (10 CLP)
Klasse 4  (15 CLP)
4.Sommerlicher Wärmeschutz
4.1Vereinfachtes Verfahren
Sonneneintragskennwert S
S ≤ 1 Smax  (5 CLP)
S ≤ 0,9 Smax  (10 CLP)
S ≤ 0,8 Smax  (15 CLP)
Alternative (Nachweis nach DIN 4108-2:2013) Simulation
Übertemperaturgradstunden
≤ 500 Kh/a (5 CLP)
≤ 400 Kh/a (10 CLP)
≤ 350 Kh/a (15 CLP)
4.2AGENDA 2030 BONUS – KLIMAANPASSUNG
Resilienter thermischer Komfort: Für das Gebäude werden die Überschreitungshäufigkeiten in der Heiz- und Kühlperiode mit prognostizierten zukünftigen Klimadaten für 2030 und 2050 ermittelt. Die Ergebnisse fließen in die Entscheidungsfindung im Rahmen der Planung ein.
TEC1.4Einsatz und Integration von Gebäudetechnik
1.Passive Systeme
1.1Planung eines passiven Gebäudekonzepts
zur Reduktion des Primärenergiebedarfs, den die technischen Systeme im Gebäudebetrieb verursachen, das mindestens 5 der folgenden Themen beinhaltet:
– Ausrichtung und Kompaktheit des Baukörpers, Fensterflächenanteil,
– Tageslichtnutzung (Lichtlenkung),
– Nutzung solarer Erträge (passiv),
– Sonnenschutz,
– Speichermasse und Dämmstandard,
– Natürliche Lüftung,
– Passive Heizung,
– Passive Kühlung
1.2Umsetzung des passiven Gebäudekonzepts (max. 20 CLP)
zur Reduktion des Primärenergiebedarfs, den die technischen Systeme im Gebäudebetrieb verursachen.
– Je in 1.1 genanntes umgesetztes Thema  (je +2,5 CLP)
2.Wärme- und Kälteverteilung (max. 15 Punkte)
2.1Wärmeverteilung- und Übergabesystem
– Auslegung Wärmeübergabe für eine mittlere Heizwassertemperatur von ≥ 60 °C  (1 CLP)
– Auslegung Wärmeübergabe für eine mittlere Heizwassertemperatur  von > 45 °C < 60 °C  (4 CLP)
– Auslegung Wärmeübergabe für eine mittlere Heizwassertemperatur von ≤ 45 °C  (7,5 CLP)Hinweis: Wird der Gesamtbedarf von thermischer Energie (Heizung und Kühlung) zu 100% (nach EEWärmeG) aus regenerativen Energien gedeckt kann nach Plausibilisierung des Ansatzes in dem Indikator die volle Punktzahl angerechnet werden (siehe Innovationsraum).
2.2Kälteverteilung- und Übergabesystem
– Auslegung Kälteübergabe für eine mittlere Kühlwassertemperatur von ≤ 14 °C  (1 CLP)
– Auslegung Kälteübergabe für eine mittlere Kühlwassertemperatur von > 14 °C <19 °C  (4 CLP)
– Auslegung Kälteübergabe für eine mittlere Kühlwassertemperatur von ≥ 19 °C  (7,5 CLP)Hinweis: Wird der Gesamtbedarf von thermischer Energie (Heizung und Kühlung) zu 100% (nach EEWärmeG) aus regenerativen Energien gedeckt, kann nach Plausibilisierung des Ansatzes in dem Indikator die volle Punktzahl angerechnet werden (siehe Innovationsraum).
zu 2.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Werden Systeme eingesetzt, die zu 100% aus regenerativen Energiequellen gespeist werden, gelten die Indikatoren 2.1. und 2.2 als erfüllt. Ist im Gebäude keine Heizung bzw. keine Kühlung vorhanden, gilt der jeweilige Indikator 2.1 bzw. 2.2 als erfüllt.
3.Zugänglichkeit (max. 20 Punkte)
3.1Anlagentechnik / Erzeugung
Gute Zugänglichkeit aller Komponenten der Anlagentechnik für eine Nachrüstung und einen späteren Austausch. Montageöffnungen, Türen und Flure in genügender Größe und Anzahl vorhanden. Transport und Austausch von Komponenten ohne bauliche Maßnahmen möglich.
3.2Schächte/Trassen
– Vertikale Schächte / Trassen aller Gewerke ausreichend zugänglich. (5 CLP)
– Vertikale Schächte / Trassen aller Gewerke ausreichend zugänglich und Umrüstungen sind ohne größere Störungen im Gebäudebetrieb möglich.  (10 CLP)
zu 3.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Werden Energiespeicher eingesetzt und auf deren gute Zugänglichkeit und Anpassungsfähigkeit an zukünftige Anforderungen besonders geachtet, können adäquat zu 3.1 Punkte angerechnet werden. Desgleichen können Punkte entsprechend 3.2 angerechnet werden, wenn bei der Übergabe der Energie an die Räume auf eine gute Zugänglichkeit und Anpassungsfähigkeit an zukünftige Anforderungen besonders geachtet wird.
4.Integrierte Systeme
4.1Zustand und Ausbaufähigkeit einer Systemintegration
4.1.1Offene und genormte Protokolle in vorhandenen Netzwerken  (+10 CLP)
4.1.2Planung / Ausführung gem. DIN EN ISO 16484-1 (+5 CLP)
4.2Integrierte Funktionen in ein übergeordnetes System (max. 10 CLP)
Mögliche Funktionen sind (Punkte je integriertes Element)
– Zugangskontrolle, Einbruchmeldeanlage, Präsenzerkennung, Wetterstation, Sonnenschutz, Blendschutz, Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Kühlung, Aufzugsanlagen, Energiemanagement, Sanitär, Fensterkontakt. (je +1 CLP)
4.3Integration der technischen Systeme / Medien in das Quartier (max. 10 CLP)
4.3.1Planung der Integration der technischen Systeme / Medien in das Quartier / die direkte Umgebung  (+5 CLP)
Planung eines integralen quartiersbezogenen Energiekonzepts mit Ziel der Nutzung von Synergien im Bezug zum Quartier / zur direkten Umgebung ist vorhanden.
Dieses Konzept enthält mindestens 3 der folgenden Elemente:
– Analyse vorhandener Energiepotenziale und möglicher Vernetzungen mit vorhandener Energieinfrastruktur in der Umgebung
– Erstellung von quartiersbezogenen Energiebilanzen für das Gebäude für Wärme, Kälte und Strom
– Gegenüberstellung und ökologische Bewertung der Emissionen von mindestens drei dezentralen und / oder zentralen Wärmeversorgungsvarianten
– Wirtschaftliche Bewertung (Investitionen und Betriebskosten) von unterschiedlichen Wärmeversorgungsvarianten
– Analyse der Bereitstellung von regenerativ erzeugter Energie an das Quartier / die Umgebung unter Einbezug möglicher Konsumenten
4.3.2Umsetzung der Integration der technischen Systeme / Medien in das Quartier / die direkte Umgebung
Umsetzung eines integralen quartiersbezogenen Energiekonzepts mit Ziel der Nutzung von Synergien im Bezug zum Quartier / zur direkten Umgebung ist durchgeführt.
4.4Integration der Energieinfrastruktur in das Quartier / die direkte Umgebung
4.4.1CIRCULAR ECONOMY BONUS – FÜR REGENERATIVE ENERGIE
Erläuterung: Im Gebäude wird für die Deckung des gebäudebedingten oder
nutzerbedingten Energiebedarfs konstant Energie genutzt, die im umgebenden Quartier / in der direkten Umgebung aus regenerativen Energieträgern generiert wird (mind. 10 % des gebäudebedingten Endenergiebedarfs). Alternativ wird Energie, die im Gebäude oder auf dem Grundstück aus regenerativen Energieträgern generiert wird, an das Quartier / die direkte Umgebung abgegeben (mind. 10 % mehr als der gebäudebedingte Endenergiebedarf).
4.4.2CIRCULAR ECONOMY BONUS – NETZDIENLICHES ENERGIESYSTEM
Erläuterung: Das Gebäude stellt Speicherkapazitäten in nicht unwesentlichem Umfang (ca. 10 % bezogen auf den Endenergiebedarf des Gebäudes) im Sinne einer Netzdienlichkeit bereit oder nutzt ein integriertes Energie- und Lastmanagement.
TEC1.5Reinigungsfeundlichkeit des Baukörpers
1.Zugänglichkeit der Außenglasflächen
1.1Möglichkeit der Fassadenreinigung
– Fassadenreinigung durch Einsatz von Hilfsmitteln möglich (Außenglasflächenanteil in %; 1% ≙ 0,1 Punkte)  (0-10 CLP)
– Reinigung ohne Hilfsmittel möglich (Außenglasflächenanteil in %; 1% ≙ 0,15 Punkte)  (0-15 CLP)
2.Außen- und Innenbauteile
2.1Reinigungsaufwand Außenbauteile
Es wurden Maßnahmen zur Reduktion des Reinigungsaufwands an der Außenfassade umgesetzt.
2.2Reinigungsaufwand Innenbauteile
Es wurden Maßnahmen zur Reduktion des Reinigungsaufwands an den Innenbauteilen (z.B. verglaste Trennwände, Brüstungen, Geländer) umgesetzt. Dazu zählt auch die Vermeidung.
3.Bodenbelag (max. 20 Punkte)
3.1Reinigungsfreundlichkeit
– Teilweise (nur Verkehrsflächen gemustert, meliert oder strukturiert)  (10 CLP)
– Ja (gemustert, meliert oder strukturiert).  (15 CLP)
– Die Wahl des Bodenbelags führt reinigungsbedingt nachweislich zu geringeren Kosten über den Lebenszyklus.  (+5 CLP)
3.2INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Verbesserung der Reinigungsfreundlichkeit des Bodenbelags durch innovative Lösungen.
4.Schmutzfangzone
4.1Schmutzfangzone I
An allen Haupteingängen sind Schmutzfangzonen vorhanden.
4.2Schmutzfangzone II
– Alle Schmutzfangzonen erfüllen das 3-Schritte-Prinzip (ca. 2,4m)  (5 CLP)
– Alle Schmutzfangzonen erfüllen das 5-Schritte-Prinzip (ca. 4m)  (10 CLP)
5.Hindernisfreier Grundriss
5.1Hindernisvermeidung
– Heizkörper in angemessener Höhe (Bodenfreiheit ≥ 15 cm)  (2,5 CLP)
– Keine Heizkörper  (5 CLP)
– Geländerstützen von Treppen / Balustraden, sofern vorhanden, sind seitlich angebracht (ohne Aufstützpunkt auf der Treppenstufe / dem Boden)  (+5 CLP)
– WC und Waschbecken sind an der Wand montiert  (+2,5 CLP)
– Kabinentrennwände sind möglichst ohne Aufstützpunkte am Boden konstruiert oder als Trennwände mit Wand-Boden-Anschluss ausgeführt   (+2,5 CLP)
– Frei stehende Stützen sind mit einem Abstand von min. 20 cm zu den umgebenden Bauteilen angeordnet (dabei können 10 % aller Stützen in der Bewertung vernachlässigt werden)   (+5 CLP)
– Leuchten sind in der Decke integriert und müssen nicht gereinigt werden  (+2,5 CLP)
– Wandschränke sind vorhanden und können Regale und Schränke ersetzen  (+2,5 CLP)
6.Oberflächen
6.1Stark beanspruchte und schwer erreichbare Oberflächen
Es wurden Maßnahmen ergriffen, um die Reinigung stark beanspruchter Oberflächen (Arbeitsflächen, Griffe, Türklinken, Lichtschalter, Aufzugstaster, …) zu erleichtern und somit die Hygiene zu erhöhen, oder um die Reinigung schwer erreichbarer Oberflächen (Hängeleuchten, Sonnenschutz, Regale, Schränke. Vorsprünge, Ecken) zu erleichtern.
7.Konzept zur Sicherstellung der Reinigungsfreundlichkeit
7.1Berücksichtigung in der Planung
Möglichkeiten und Notwendigkeiten zur Sicherstellung der Reinigungsfreundlichkeit werden in der Planung berücksichtigt.
7.2Reinigungskonzept
Es liegt ein detailliertes Konzept zur Sicherung der Reinigungsfreundlichkeit vor.
TEC1.6Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit
1.Recyclingfreundlichkeit
1.1Recyclingfreundliche Baustoffauswahl (max. 45 Punkte)
A: CLP für 60% der Regelbauteile (RBT) mind. in QS1
B: CLP für Aufwertung QS1:Je RBT >10% in QS2 zusätzlich
C: CLP für 60% der RBT mind. in QS2
zu 1.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Maßnahmen, die außerhalb des oben definierten 1.1
Betrachtungsrahmens (Bauteile s.o.) liegen oder aktuell nicht in der Definition der Qualitätsstufen liegen, aber maßgeblich zum Ziel beitragen, können  entsprechend der oben angewandten Bewertungslogik (adäquate Massen- und Austauschrelevanz über den Betrachtungszeitraum) in Indikator 1.1 angerechnet werden.
1.2CIRCULAR ECONOMY BONUS – WIEDERVERWENDUNG
ODER WERKSTOFFLICHE VERWERTUNG
Erläuterung: Circular Economy Bonus – Wiederverwendung oder Werkstoffliche +1) Verwertung wird je Regelbauteil (RBT) > 10% erreicht bei Wiederverwendung von Bauteilen oder Nachweis von werkstofflicher Verwertung zu einem vergleichbaren Produkt (Verwertungsweg Nr. 2 und Nr. 3 gemäß Tabelle 1). Punkte sind zusätzlich zu QS2 anrechenbar
– je Regelbauteil +1 CLP (max. +20 CLP)
1.3CIRCULAR ECONOMY BONUS – VERMEIDUNG VON BAUTEILEN
Erläuterung: Circular Economy Bonus – Vermeidung von Bauteilen wird je
Regelbauteil (RBT) > 10% erreicht, wenn die Lösung plausibel und nachweislich den Einsatz von Roh- oder Sekundärstoffen in nicht unwesentlichem Umfang vermeidet. Punkte sind zusätzlich zu QS2 anrechenbar. Alternativ können die Punkte in Indikator 1.1 je nicht umgesetzte Bauelemente anerkannt werden.
– je Regelbauteil +1 CLP (max. +10 CLP)
2.Rückbaufreundlichkeit
2.1Rückbaufreundliche Baukonstruktion (max. 45 Punkte)
A: CLP für 60% der Regelbauteile (RBT) mind. in QS1
B: CLP für 60% der Regelbauteile (RBT) mind. in QS2
zu 2.1INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Maßnahmen, die außerhalb des definierten Betrachtungsrahmens (Bauteile s.o.) liegen oder aktuell nicht in der Definition der Qualitätsstufen liegen, aber maßgeblich zum Ziel beitragen, können entsprechend der oben angewandten Bewertungslogik (adäquate Massen- und Austauschrelevanz über den Betrachtungszeitraum) in Indikator 2.1 angerechnet werden.
3.Rückbaubarkeit, Umbaubarkeit und Recyclingfreundlichkeit in der Planung
3.1Rückbau, Umbau und Recyclingfreundlichkeit in frühen Planungsphasen
Bewertungsmethoden der Rückbaubarkeit und Recyclingfreundlichkeit werden in frühen Planungsphasen (LP 1 – 3) zur Optimierung der Ressourceneffizienz (auch für mögliche Umbaumaßnahmen) eingesetzt.
3.2Rückbau, Umbau und Recyclingfreundlichkeit in der Ausführungsplanung
Bewertungsmethoden der Rückbaubarkeit und Recyclingfreundlichkeit werden in der Genehmigungs- oder Ausführungsplanung (LP 4 – 5) zur Optimierung der Ressourceneffizienz (auch für mögliche Umbaumaßnahmen) eingesetzt.
TEC1.7Immissionsschutz
1.Lärm-Immissionen – Immissionsrichtwerte
1.1Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelästigung
– Einhaltung der Immissionsrichtwerte der TA Lärm sowohl tagsüber als auch nachts.  (20 CLP)
– Unterschreitung der Immissionsrichtwerte der TA Lärm. um min. 6 dB sowohl tagsüber als auch nachts.  (40 CLP)
– Unterschreitung der Immissionsrichtwerte der TA Lärm um min. 10 dB sowohl tagsüber als auch nachts.  (70 CLP)
2.Lichtverschmutzung
2.1Maßnahmen zur Reduzierung der Lichtverschmutzung (max. 30 CLP)
– Es gibt ein umgesetztes Beleuchtungskonzept, das explizit auf das Thema Lichtverschmutzung und deren Vermeidung eingeht und v. a. eine möglichst geringe Raumaufhellung durch z.B. Außenwerbung, Außenbeleuchtung, Fassadenbeleuchtung, nach außen wirkende Innenbeleuchtung angrenzender Umgebung berücksichtigt. (ausgenommen notwendige Sicherheitsbeleuchtung)  (+15 CLP)
– Mindestens 80 % aller Leuchtmittel  oder Leuchten, die in den Außenbereich wirken sind derart gestaltet, dass keine Lichtstreuung nach oben und zur Seite stattfindet.  (+5 CLP)
– Mindestens 80 % aller Leuchtmittel oder Leuchten, die in den Außenbereich wirken verfügen über eine automatische Abschaltung oder Dimmung oder über Bewegungsmelder.  (+5 CLP)
– Bei allen Leuchtmitteln wurde darauf geachtet störende Blendwirkungen zu
reduzieren.  (+5 CLP)
– Es wurde eine Simulation durchgeführt und die sich daraus ergebenden
Optimierungspotenziale umgesetzt  (+10 CLP)
TEC3.1Mobilitätsinfastruktur
1.Radverkehrsinfrastruktur
1.1Abstellanlagen
– Klar dem Gebäude zugeordnete Abstellanlagen gut zugänglich am oder im Gebäude vorhanden  (5 CLP)
– Diebstahlschutz für Zweiräder und Vandalismussicherheit der Abstellanlage / -plätze  (5 CLP)
– Wartungseinrichtungen vorhanden  (5 CLP)
– Wetterschutz der Abstellanlage / -plätze vorhanden (min. 80 %)  (5 CLP)
– Beleuchtung der Abstellanlage / -plätze vorhanden (min. 80 %)  (5 CLP)
2.Leihsysteme (öffentlich oder privat)
2.1CIRCULAR ECONOMY BONUS – MOBILITÄTS-SHARING
Erläuterung: Stellplätze für Mobilitäts-Sharing (Car-, Roller-, Bike-Sharing etc.) in unmittelbarer Nähe zum Eingang (max. 350 m) / gut zugänglich am Gebäude vorhanden oder Gebäude liegt innerhalb des Geschäftsgebiets eines Free-Floating-Anbieters
3.Elektromobilität
3.1Motorisierter Individualverkehr (MIV)
PKW-Stellplätze mit Lade- und/oder Tankstationen (ab Typ 2 ≥ 22kW)
Bei 1% (mind. jedoch 2 Ladestationen) – 50 % der baurechtliche geforderten PKW-Stellplätze bzw. realisierten (soweit keine baurechtliche Forderung vorliegt) sind Lade- und /oder Tankstationen vorhanden.
3.4AGENDA 2030 BONUS – KLIMASCHUTZZIELE
PKW-Stellplätze mit Lade- und/oder Tankstationen (ab Typ 2 ≥ 22kW):
Bei >75% (mind. jedoch 2) der baurechtlichen geofrderten PKW-Stellplätze bzw. realisierten (soweit keine baurechtliche Forderung vorliegt) PKW-Stellplätzen sind Lade- und/oder Tankstationen vorhanden.
3.2Elektro-Zweirad
Zweirad-Stellplätze mit Ladestationen
Bei 1% (mind. jedoch 2 Ladestationen) – 50% der realisierten Zweirad-Stellplätze sind Ladestationen vorhanden.
3.3Einbindung der Ladestationen
– Einbindung der Ladestationen in das Gebäudeenergiemanagement  (10 CLP)
– Einbindung der Ladestationen vernetztes Lademanagement, ab 10 Ladeplätzen  (10 CLP)
– Einbindung der Ladestationen in das Abrechnungssystem des Betreibers  (10 CLP)
– Einbindung der Ladestationen in ein roamingfähiges Abrechnungssystem  (10 CLP)
3.4AGENDA 2030 BONUS – KLIMASCHUTZZIELE
Vehicle to Grid:
Vorrüstungen für bidirektionales Be- und Entladen der Elektrofahrzeuge vorhanden.
4.Benutzerkomfort
4.1Benutzerkomfort im Gebäude (max. 10 CLP)
– Duschmöglichkeit vorhanden  (5 CLP)
– Umkleide- und Trockenräume vorhanden  (5 CLP)
– Aufbewahrungsmöglichkeiten vorhanden  (5 CLP)
– Abstellräume / -möglichkeiten für Mobilitätshilfsmittel, wie Rollatoren, Kinderwagen, Stehroller, etc. vorhanden  (10 CLP)
5.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Werden Maßnahmen umgesetzt, die nachweislich dazu beitragen, die Nutzer des Gebäudes dazu zu bewegen, umfangreich und häufig den Umweltverbund (nicht motorisierte Verkehrsträger, öffentliche Verkehrsmittel oder Leihsysteme) zu nutzen, um das Gebäude zu erreichen, können diese entsprechend der Zielformulierung des Kriteriums und der Bewertung der anderen Indikatoren ebenfalls positiv bewertet werden. Dies ist ebenso im Bereich der Elektromobilität möglich (z.B. „Grüne Logistik“, die eine emissionsarme bzw. emissionsfreie Zustellung in Innenstädten ermöglicht).
Prozessqualität
PRO1.1Qualität der Projektvorbereitung
1.Bedarfsplanung
1.1Umfang der Bedarfsplanung
– Es wurde eine Bedarfsbeschreibung in Anlehnung an Anlage 1a dieses Kriteriums oder in einem vergleichbaren Umfang, bis spätestens mit Abschluss der Leistungsphase 2 nach HOAI, durchgeführt.  (10 CLP)
–  Es wurde eine kleine Bedarfsplanung in Anlehnung an Anlage 1b dieses Kriteriums oder in einem vergleichbaren Umfang, bis spätestens mit Abschluss der Leistungsphase 2 nach HOAI, durchgeführt.  (20 CLP)
– Es wurde eine große Bedarfsplanung zur Ermittlung der Bedürfnisse des Bauherrn in Anlehnung an Anlage 1c dieses Kriteriums oder in einem vergleichbaren Umfang, bis spätestens mit Abschluss der Leistungsphase 2 nach HOAI, durchgeführt.  (40 CLP)
2.Information der Öffentlichkeit
2.1Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit
2.1.1Es wurden verschiedene Maßnahmen zur Information der breiten Öffentlichkeit durchgeführt.
2.1.2Die direkte Nachbarschaft wurde über die Baumaßnahme (z. B. Dauer, eventuelle Besonderheiten) informiert sowie ein Ansprechpartner für Rückfragen benannt.
3.Pflichtenheft
3.1Nachhaltigkeitsanforderungen im Pflichtenheft
– Es wurde ein Pflichtenheft mit detaillierten Anforderungen an die Nachhaltigkeit eines Gebäudes erarbeitet. Hierbei wurden ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale Aspekte ebenso berücksichtigt wie technische Aspekte und der Planungs- und Bauprozess.  (25 CLP)
– Zusätzlich wurden im Pflichtenheft Verantwortlichkeiten definiert sowie Hinweise auf die zur Umsetzung wesentlichen Planungsphasen gegeben.  (40 CLP)
PRO1.4Sicherung der Nachhaltgkeitsaspekte in Ausschreibung und Vergabe
1.Nachhaltigkeitsaspekte in der Ausschreibung
1.1Umfang der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Ausschreibung
–  Ausgewählte Nachhaltigkeitsaspekte aus dem Bereich der Gesundheitsverträglichkeit, Umweltverträglichkeit oder relevanter technischer Aspekte zur Steigerung der Nachhaltigkeit wurden in Form allgemeiner Vorbemerkungen in die Ausschreibungsunterlagen integriert.  (10 CLP)
– Anforderungen an die Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit von Bauprodukten wurden in Form allgemeiner Vorbemerkungen in die Ausschreibung integriert.  (50 CLP)
– Anforderungen an die Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit von Bauprodukten wurden gewerkespezifisch formuliert, sowie in ausgewählten Fällen zusätzlich auf der Ebene einzelner Leistungspositionen in die Ausschreibung integriert.  Im Falle einer funktionalen Ausschreibung muss die Ausschreibung um eine Liste mit konkreten Empfehlungs- bzw. Ausschlusskriterien für die Auswahl von Bauprodukten ergänzt werden.  (75 CLP)
– Neben Anforderungen an die Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit von
Bauprodukten wurden technische Aspekte (wie z. B. Dauerhaftigkeit, Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit oder Rückbaufähigkeit) gewerkespezifisch formuliert, sowie in ausgewählten Fällen zusätzlich auf der Ebene einzelner Leistungspositionen in die Ausschreibung integriert.
Im Falle einer funktionalen Ausschreibung muss die Ausschreibung um eine Liste mit konkreten Empfehlungs- bzw. Ausschlusskriterien für die Auswahl von Bauprodukten ergänzt werden.  (100 CLP)
1.2CIRCULAR ECONOMY BONUS
Erläuterung: Kein Ausschluss von Recyclingmaterialien in der Ausschreibung.
Bonus kann auch angerechnet werden, wenn über die Ausschreibung Anforderungen an die Bauprodukte formuliert sind, die eine Wiederverwendung oder die Nutzung von Recycling- / Sekundärmaterialien (post-consumer) explizit empfehlen / fordern.
PRO1.5Dokumentation für eine nachhaltige Bewirtschaftung
1.Wartungs-, Inspektions-, Betriebs- und Pflegeanleitungen
1.1Erstellung und Übergabe von Wartungs-, Inspektions-, Betriebs- und
Pflegeanleitungen
1.1.1Übergabe von Wartungs-, Inspektions-, Betriebs- und Pflegeanleitungen an die/den beauftragten Dienstleister.
1.1.2Erstellung von Wartungs- und Instandhaltungsplänen für die wartungs- und prüfpflichtigen Bauteile der Kostengruppen 300 und 400.
2.Aktuelle Planunterlagen
2.1Anpassung der Pläne, Nachweise und Berechnungen an das realisierte
Gebäude und Übergabe an den Bauherrn
2.1.1Die Pläne entsprechen dem realisierten Gebäude und wurden dem Bauherrn übergeben.
2.1.2Die relevanten Nachweise und Berechnungen wie z.B. EnEV Berechnung,
Schallschutznachweis, Raumakustischer Nachweis, Brandschutzkonzept, Thermische Simulation, Tageslichtsimulation etc. entsprechen dem realisierten Gebäude und sind für den Betrieb entsprechend aufbereitet und dem Bauherren übergeben worden.
3.Betreiberhandbuch
3.1Erstellung und Übergabe eines Betreiberhandbuchs
Es wurde ein Handbuch für den Gebäudebetreiber (FM) erstellt und übergeben. Zweck des Betreiberhandbuchs ist u. a. die Erläuterung der technischen Zusammenhänge der Gebäudetechnik
sowie der Besonderheiten einzelner Bauteile und Komponenten. Das können z. B. Fenster oder Klimatechnik sein.
4.Planung mit BIM
4.1Erstellung der Planung mit BIM und Übergabe des BIM-Modells
– Die Planung wurde mit BIM erstellt und ein Klon eines aktuellen Teilmodells wurde der Betreiberfirma und dem Eigentümer übergeben. (5 Punkte je relevantem Teilmodell)
– Die Planung wurde mit BIM erstellt und ein Klon des aktuellen vollständigen Modells wurde der Betreiberfirma und dem Eigentümer übergeben.  (20 CLP)
PRO1.6Verfahren zur städtebaulichen und gestalterischen Konzeption
1.Gestalterische Variantenuntersuchung oder Planungswettbewerb
1.1Vorgeschaltete Variantenuntersuchung
Es wurde eine Variantenuntersuchung (kein Planungswettbewerb) durchgeführt.
1.2alternativ: Planungswettbewerb
1.2.1Umfang und Qualität des Planungswettbewerbs
– Durchführung eines Planungswettbewerbs  (15 CLP)
– Durchführung eines Planungswettbewerbs unter besonderer Berücksichtigung der Thematik „Nachhaltiges Bauen“  (20 CLP)
1.2.2Art des angewendeten Wettbewerbsverfahrens
– Kooperatives Verfahren  (15 CLP)
– Offener Wettbewerb (ein- oder zweiphasig) oder  Nichtoffener Wettbewerb mit Teilnahmewettbewerb (ein- oder zweiphasig; mit Teilnahmewettbewerb)  (35 CLP)
1.2.3Ausführung eines preisgekrönten Entwurfs
Beauftragung des Preisträgers und Ausführung des preisgekrönten Entwurfs bis
– Mindestens bis LPH 3 nach HOAI  (10 CLP)
– Mindestens bis LPH 5 nach HOAI  (15 CLP)
– Mindestens bis LPH 8 nach HOAI  (20 CLP)
1.2.4Beauftragung des Planungsteams
Beauftragung des Fachplanerteams des Preisträgers bis
– Mindestens bis LPH 3 nach HOAI  (5 CLP)
– Mindestens bis LPH 5 nach HOAI  (7,5 CLP)
– Mindestens bis LPH 8 nach HOAI  (10 CLP)Hinweis: Die Indikatoren 1.2.2 – 1.2.4 können nur angerechnet werden, wenn ein Planungswettbewerb entsprechend Indikator 1.2 durchgeführt wurde.
2.Empfehlungen durch unabhängige Gestaltungsgremien
2.1Durchführung einer DGNB Handlungsempfehlung oder Projektvorstellung bei einem Gestaltungsbeirat der Kommunen und Architektenkammern
2.2Umsetzung der Empfehlungen aus der DGNB Handlungsempfehlung bzw. des Gestaltungsbeirates.
3.alternativ: Auszeichnung durch Architekturpreis
3.1Anerkennung / Auszeichnung
– Anerkennung für gute gestalterische und baukulturelle Qualität  (40 CLP)
– Auszeichnung des fertiggestellten Projektes (Architekturpreis, DGNB Diamant)  (100 CLP)
PRO2.1Baustelle / Bauprozess
1.Lärmarme Baustelle (max. 25 Punkte)
1.1Konzept für eine lärmarme Baustelle
Erstellung eines Konzepts inklusive Identifikation der relevanten Gewerke
1.2Schulung der Bauausführenden
Durchführung der Schulung bzw. Einweisung für die relevanten Gewerke
1.3Prüfung der Umsetzung
Prüfung bzw. Nachweis der erfolgten Umsetzung
zu 1.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Alternative neuartige / innovative Konzepte, Verfahren und
Technologien um die Lärmbelastung signifikant für die Baustellenarbeiter und die Umgebung zu reduzieren können ebenfalls angerechnet werden.
2.Staubarme Baustelle (max. 25 Punkte)
2.1Konzept für eine staubarme Baustelle
Erstellung eines Konzepts inklusive Identifikation der relevanten Gewerke
2.2Schulung der Bauausführenden
Durchführung der Schulung bzw. Einweisung für die relevanten Gewerke
2.3Prüfung der Umsetzung
Prüfung bzw. Nachweis der erfolgten Umsetzung
zu 2.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Alternative neuartige / innovative Konzepte, Verfahren und
Technologien um die Lärmbelastung signifikant für die Baustellenarbeiter und die Umgebung zu reduzieren können ebenfalls angerechnet werden.
3.Boden- und Grundwasserschutz auf der Baustelle
3.1Konzept für den Boden- und Grundwasserschutz
Erstellung eines Konzepts für den Bodenschutz für die relevanten Baustelleneinrichtungen wie Container und Baumaschinen und entsprechende Integration in die Ausschreibungsunterlagen
3.2Schulung der Bauausführenden
Durchführung der Schulung bzw. Einweisung für die relevanten Gewerke
3.3Prüfung der Umsetzung
Prüfung bzw. Nachweis der erfolgten Umsetzung
4.Abfallarme Baustelle
4.1Konzept für eine abfallarme Baustelle
Erstellung eines Konzepts zur Abfallvermeidung auf der Baustelle
4.2Schulung der Bauausführenden
Schulung der Bauprozessbeteiligten gezielt auf die Themen der Abfallvermeidung und -trennung oder Beauftragung von Abfalllogistikern
4.3Prüfung der Umsetzung
Prüfung bzw. Nachweis der erfolgten Umsetzung
4.4CIRCULAR ECONOMY BONUS
Erläuterung: Auf der Baustelle werden neuartige und in wesentlichem Umfang
abfallvermeidende Konzepte, Bauweisen oder Technologien umgesetzt.
PRO2.2Qualitätssicherung der Bauausführung
1.Qualitätssicherungsplanung
1.1Qualitätssicherungsplan
Erstellung eines Qualitätssicherungsplans für das ausgeführte Bauwerk mit Fokus auf relevante Messungen und eine Festlegung der entsprechenden Verantwortlichen
2.Messungen zur Qualitätskontrolle (max. 60 Punkte)
2.1Differenzdruckmessung (Blower-Door-Messung) im nicht-ausgebauten Zustand durchgeführt
2.2Thermographiemessung
2.3Messungen zur Nachhallzeit an relevanten und repräsentativen Bauteilen durchgeführt
2.4Bestimmung des Schalldämmmaßes (Luftschallschutz nach außen) (z. B. Fassade) durchgeführt
2.5Bestimmung des Schalldämmmaßes (Luftschallschutz im Innenbereich) (z. B. Wände zu Besprechungsräumen) durchgeführt
2.6Messungen zum Trittschallpegel der Decken durchgeführt
2.7Sonstige Messungen
Sonstige, im Zusammenhang mit dem Gebäude relevante Messungen (z. B. Immissionsschutzmessung, Entrauchungsversuche, Feuchtemessung vor Belegung im Bodenbereich zur Verhinderung von Feuchteschäden etc.) durchgeführt – mit Vorlage der zugehörigen Mängelfreimeldung
zu 2.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Hier können ergänzend oder alternativ Messungen oder sonstige qualitätssichernde Maßnahmen angesetzt werden, welche nachweislich die hohe ausgeführte Qualität des Bauwerks oder seiner Bauteile dokumentieren und die nicht gesetzlich oder behördlich vorgegeben wurden bzw. gängige Praxis sind.
3.Qualitätssicherung Bauprodukte
3.1Qualitätssicherung der verwendeten Bauprodukte
Einweisung der Bauleitung auf Basis der erstellten Anforderungslisten der zu
verwendenden Bauprodukte auf Grundlage der Kriterien ENV1.2, ENV 1.3 und  SOC1.2
sowie
Durchführung eines kontinuierlichen Soll-Ist-Abgleichs der verwendeten Materialien (nach Bedarf) und entsprechende Dokumentation in den Begehungsprotokollen durch die Bauleitung
4.Schimmelpilzprävention
4.1Schimmelpilzprävention
Erstellung und Umsetzung eines der Bausituation angepassten Lüftungsprogramms, um die ausreichende Austrocknung der Bauteile sicherzustellen
PRO2.3Geordnete Inbetriebnahme
1.Monitoringkonzept
1.1Erstellung eines Monitoringkonzepts
Erstellung eines angemessenen Monitoringkonzepts für die Erfassung der Energie- und Wasserverbräuche
2.Inbetriebnahmekonzept
2.1Erstellung eines terminlichen Inbetriebnahmekonzepts inklusive Terminplanung
3.Vorab-Funktionsprüfung
3.1Durchführung einer Vorab-Funktionsprüfung
Erfolgte Vorab-Funktionsprüfung der Komponenten und deren Dokumentation
INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Hier können ergänzend oder alternativ Verfahren zugelassen werden,
die analog die Vorab-Prüfungen, Funktions-Prüfungen, Einweisungen und Berichte
ergeben.
4.Funktionsprüfung und Einweisung
4.1Durchführung und Dokumentation einer Funktionsprüfung und Einweisung des Betreibers
INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Hier können ergänzend oder alternativ Verfahren zugelassen werden,
die analog die Vorab-Prüfungen, Funktions-Prüfungen, Einweisungen und Berichte
ergeben.
5.Schlussbericht Inbetriebnahme
5.1Erstellung eines detaillierten Schlussberichts der Inbetriebnahme
INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Hier können ergänzend oder alternativ Verfahren zugelassen werden,
die analog die Vorab-Prüfungen, Funktions-Prüfungen, Einweisungen und Berichte
ergeben.
6.Integrales Betriebskonzept und geordnete Inbetriebnahme
6.1Erstellung und Übergabe eines integralen Betriebskonzepts
in einen Prozess der kontinuierlichen Überprüfung und Einregulierung sowie der erfolgten Einweisung des Betreibers
7.Commissioning Management
7.1Nachjustierung der Anlage nach erster Betriebsphase
Beauftragung eines Fachplaners oder eines (unabhängigen) Dritten für die weitere Einregulierung, erstmalig ca. 10 – 14 Monate nach Fertigstellung
PRO2.4Nutzerkommunikation
1.Nachhaltigkeitsleitfaden
1.1Vorliegen eines Nachhaltigkeitsleitfadens für den Nutzer
2.Informationssystem zur Nachhaltigkeit
2.1Umsetzung eines Informationssystems zur Nachhaltigkeit des Gebäudes
– Ein Konzept inklusive Umsetzungsplanung liegt vor  (+15 CLP)
– Informationssystem zur Nachhaltigkeit des Gebäudes wurde installiert  (+30 CLP)
3.Technisches Nutzerhandbuch
3.1Vorliegen eines technischen Nutzerhandbuchs
Es ist als simple Bedienungsanleitung der technischen Ausstattung des Gebäudes
zu verstehen. Das Nutzerhandbuch erklärt mit simplen Grafiken die technischen Zusammenhänge und gibt ebenfalls Hinweise darauf, wann anderes technisches Fachpersonal (FM) eingeschaltet werden sollte.
PRO2.5FM-gerechte Planung
1.FM-Check
1.1Durchführung FM-Check
Durchführung eines FM-Checks des Projekts hinsichtlich Zugänglichkeiten, Betriebswegeführung und Flächenausnutzung
2.Betriebskostenprognose
2.1Erstellung einer Erweiterte Betriebskostenprognose
3.Nutzer- und nutzungsbedingter Energieverbrauch
3.1Optimierung Energieverbrauch Nutzer / Nutzung
– Optimierung des nutzer- und nutzungsbedingten Energieverbrauchs  (+15 CLP)
– Erstellung und Umsetzung eines Zählerkonzeptes im Zusammenhang mit den energierelevanten Einrichtungen  (+15 CLP)
Standortqualität
SITE1.1Mikrostandort
Die Bewertung der ersten elf Indikatoren erfolgt nur für die jeweils drei relevantesten Umweltrisiken, abgestuft nach ihrer Relevanz. Die individuelle Auswahl bezüglich der Naturkatastrophen muss begründet werden.
1.Umweltrisiko 1: Starkregen
Gefährdungsstufe Starkregen (max. 20 CLP)
Ansatz nach KOSTRA-DWD-2010R soweit im Bundesland vorhanden:- Regenmengen ≥ 36 mm / 1  Std. oder  ≥ 50 mm / 6 Std. (Unwetterwarnung) Wiederkehrzeit von
10 Jahren (10 CLP)
– Regenmengen ≥ 32 mm / 1 Std. oder ≥ 45 mm / 6 Std. (Markante Wetterwarnung) Wiederkehrzeit
von 10 Jahren (15 CLP)
– Regenmengen ≥ 28 mm / 1 Std. oder ≥ 40 mm / 6 Std. (20 CLP)
– Starkregen durch Zuordnung zu Gefahrenkarten im Projekt nicht möglich, da nicht vorhanden (0 CLP)Kompensationsmaßnahmen Starkregen (mit direkter Auswirkung auf das Gebäude)  (max. 10 CLP)
– Es gibt ein Starkniederschlagsgutachten mit standortbezogenen Aussagen zu den
Niederschlagshöhen und -spenden in Abhängigkeit von der Niederschlagsdauer und der Jährlichkeit
(Wiederkehrintervall), (z.B. nach KOSTRA-DWD-2010R) (+5 CLP)
– Eine Risikoanalyse ist für das Gebäude durchgeführt.  (+5 CLP)
– Die in einer Risikoanalyse vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen sind umgesetzt.  (+5 CLP)
2.Umweltrisiko 2: Sturm
Gefährdungsstufe Sturm (max. 20 CLP)
“Winter Storm, Hazard, 50 year event“
– > 50  (0 CLP)
– > 25  (10 CLP)
– < 25  (20 CLP)Kompensationsmaßnahmen Sturm (max. 10 CLP)
– Es gibt keine angrenzenden großen Freiflächen ohne Vegetation und Wasserflächen.  (+5 CLP / +2,5 CLP)
– 90 % aller umliegenden Gebäude haben nicht mehr als 4 Stockwerke (die
Windbelastung einer Fassade nimmt exponentiell zu ihrer Höhe zu).  (+5 CLP / +2,5 CLP)
– Eine Risikoanalyse ist für das Gebäude durchgeführt.  (+5 CLP / +2,5 CLP)
– Die in einer Risikoanalyse vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen sind umgesetzt.  (+5 CLP / +2,5 CLP)
3.Umweltrisiko 3: Hochwasser
Gefährdungsstufe Hochwasser (max. 20 CLP)
– Sehr hoch (Gefahr für Hochwasser alle 10 bis 50 Jahre)  (0 CLP / 0 CLP)
– Mittel (Gefahr für Hochwasser alle 50 bis 100 Jahre)  (5 CLP / 2,5 CLP)
– Gering (Gefahr für Hochwasser seltener als alle 100 Jahre)  (10 CLP / 5 CLP)
– Keine Hochwassergefährdung  (20 CLP / 10 CLP)Kompensationsmaßnahmen Hochwasser (max. 10 CLP)
– Hochwasserschutzkonzept nach Nutzungsanforderungen  (+5 CLP / +2,5 CLP)
– (Temporäre) bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz (z. B. Damm)  (+3 CLP / +1,5 CLP)
– Sicherheitsabstand des Erdgeschosses (> 15 cm) über dem Pegelstand eines
Hochwassers, das statistisch gesehen alle 50 Jahre auftritt  (+3 CLP / +1,5 CLP)
– Vergrößerung der Retentionsräume innerhalb des Projektgebietes  (+3 CLP / +1,5 CLP)
– Eine Risikoanalyse ist für das Gebäude durchgeführt.  (+5 CLP / +2,5 CLP)
– Die in einer Risikoanalyse vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen sind umgesetzt.  (+5 CLP / +2,5 CLP)
12.Luftqualität
12.1Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte für Luftqualitätsmerkmale
Im Umfeld gibt es folgende Grenzwertüberschreitungen Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxide (NO2) im Jahr:(+max. 10 CLP)
– PM10 Überschreitung an maximal 35 Tagen  (5 CLP)
– Keine Überschreitung PM10  (10 CLP)(+max. 10 CLP)
– NO2 Überschreitung an maximal 18 Tagen  (5 CLP)
– Keine Überschreitung NO2  (10 CLP)Kompensationsmaßnahmen Luftqualität (max. 10 CLP)
– Positive Veränderung der Immissionssituation der Umgebung z. B. durch Fassadenbegrünung, Schaffung von Belüftungsschneisen, Photokatalyse an der Fassade  (+5 CLP)
– Eine Risikoanalyse ist für das Gebäude durchgeführt.  (+5 CLP)
– Die in einer Risikoanalyse vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen sind umgesetzt.  (+5 CLP)
13.Außenlärm
13.1Außenlärmpegel
Lärmpegel nach DIN 4109  vorhanden
Schlechtester Wert auf dem Grundstück als Bewertungslärmpegel maßgebend.
– > 75 dB(A) (Lärmpegelbereich VI u VII nach DIN 4109)  (0 CLP)
– < 75 dB(A) (Lärmpegelbereich IV u V nach DIN 4109)  (10 CLP)
– < 65 dB(A) (Lärmpegelbereich II u III nach DIN 4109)  (15 CLP)
– < 55 dB(A) (Lärmpegelbereich I nach DIN 4109)  (20 CLP)Reduzierungsfaktor aus Flugverkehr (RfF): Der Fluglärm wird im Zuge der
Lärmkartierung des Umgebungslärms europaweit erfasst und kartiert (EU-Richtlinie 2002 / 49 / EG). Diese Lärmkarten können hierzu verwendet werden. Die Punkteverteilung und die damit verbundenen Abstufungen der Schutzzonen orientieren sich an den in Deutschland vorgeschriebenen Lärmschutzzonen. Dazu ist die Lage des Quartiers auf Lärmbelästigung durch Flugverkehr zu untersuchen und einzustufen.Kompensationsmaßnahmen Außenlärm (max. 10 CLP)
– Ausrichtung/Platzierung des Gebäudes erfolgt um Lärmpegel in Aufenthaltsräumen innen und außen zu optimieren (Lärmschutzbebauung).  (+5 CLP)
– Planung sieht Lärmschutzgrundrisse vor, so dass ohne aktive Maßnahmen die geforderten Lärmpegel innen eingehalten werden.  (+5 CLP)
– Es wurde ein Gutachten für das geplante Gebäude und die Außenbereiche durchgeführt, Optimierungsmaßnahmen sind aufgeführt.  (+5 CLP)
– Die im Gutachten vorgeschlagenen Optimierungsmaßnahmen sind umgesetzt.  (+5 CLP)Reduzierungsfaktoren gelten für den Lärm aus Flugverkehr:
– Lärmschutzzone 1: LDEN größer 75 dB(A)  -75%
– Lärmschutzzone 2: LDEN 67 bis 75 dB(A)  -50%
– Lärmschutzzone 3: LDEN 62 bis 67 dB(A)  -20%
14.Radon
14.1Gefährdungsstufe Radon
– RadonBodenluftkonzentration wird in einer Risikoabschätzung parzellengenau ermittelt  (+5 CLP)
– Im Gebäude werden geeignete Maßnahmen getroffen, um den Zutritt von Radon aus dem Baugrund zu verhindern oder erheblich zu erschweren (s. §123 StrlSchG)  (+5 CLP)
SITE1.2Ausstrahlung und Einfluss auf das Quartier
1.Standortanalyse
1.1Einordnung und Bewertung des Standortes
Fachliche und begründete Einschätzung, inwieweit die öffentliche Bewertung des Standortes die Nachhaltigkeit der Nutzung des geplanten Projektes unterstützt oder möglicherweise beeinträchtigt.- Standort mit neutralem Image und untergeordneter Lage im Quartier; weder positive noch negative Ausstrahlungswirkung: akzeptables Image für die vorgesehene Nutzung / für das Gebäude bzw. neutrale und nutzungsoffene Ausstrahlung des Standortes.  (5 CLP)
– Standort mit lokal positiver Ausstrahlung und / oder exponierter Lage im
Gesamtquartier: Gutes Image für das Gebäude / den Standort auf Grund der Lage / „Adresse“ im Quartier ist Basis für hochwertige Architektur und Nutzung.  (10 CLP)
– Standort mit regional und überregional positiver Ausstrahlung; alternativ / ergänzend: Standort ist Auftakt und Adresse des Quartiers: sehr gutes Image für die vorgesehene Nutzung / für das Gebäude. Der Standort hat durch Lage oder Historie einen herausgestellten Stellenwert.  (15 CLP)
2.Image und Standortaufwertung
2.1Einflussnahme des Gebäudes auf den Standort oder das Quartier
– Gebäude mit neutralem Image; weder positive noch negative Ausstrahlungswirkung: akzeptables Image für das Quartier. Das Gebäude und dessen Nutzung ordnet sich in die bestehende Struktur ein.  (5 CLP)
– Gebäude mit lokal positiver Ausstrahlung: gutes Image für das Quartier.
Das Gebäude und dessen Nutzung ergänzt das Quartier durch eigenständige Ausstrahlung und Charakter und hat einen regionalen Einzug.  (10 CLP)
– Gebäude mit regional und überregional positiver Ausstrahlung: sehr gutes Image für das Quartier. Das Gebäude und dessen Nutzung hat eine Adresswirkung auf das Quartier. Überregionaler Einzug durch Nutzung bzw. Gebäude.  (15 CLP)
3.Synergiepotentiale
3.1Synergiepotenziale durch Clusterbildung
– Gebäude mit neutraler sich eingegliederter Nutzung und Ausstrahlung auf Umgebung  (5 CLP)
– Gebäude / Nutzung mit mindestens zwei Synergieeffekten auf technischer oder ökonomischer, Nutzungs- oder sozialer Ebene, die ein räumliches Cluster bilden und daher sowohl für Kunden eine hohe Anziehungskraft ausüben als auch für Nutzer, die damit die Nähe zu verbundenen oder auch konkurrierenden Unternehmen realisieren können.  (10 CLP)
– Gebäude / Nutzung mit mindestens drei Synergieeffekten auf technischer oder ökonomischer, Nutzungs- oder sozialer Ebene, die ein räumliches Cluster bilden und daher sowohl für Kunden eine hohe Anziehungskraft ausüben als auch für Nutzer, die damit die Nähe zu verbundenen oder auch konkurrierenden Unternehmen realisieren können.  (20 CLP)
Je weiterem Synergieeffekt (+10 CLP)
Beispiele:
– Technisch: Smart Grid
– Ökonomie: Zulieferer, Aftersale, Anziehungskraft für weitere Nutzungen oder Unternehmen etc.
– Mischung / Nutzung: Supermarkt, Büro, Gewerbe, Symbiose (z. B. Akademie – Hotel, Büropark – Boardinghouse)
– Sozial: KiTa, Freizeit (Restaurant, Fitness etc.)
4.Impuls / Attraktor
4.1Impuls durch die Nutzung
Es gibt eine neue Nutzung / ein neues Gebäude für das Quartier, welche/s ein regionales Alleinstellungsmerkmal hat bzw. eine überregionale Frequentierung nach sich zieht und / oder neue Nutzungen / Arbeitgeber / Freizeitattraktoren anzieht (z.B. Outlet-City, Erlebniswelten, etc.)
4.2Impuls durch räumliche und gestalterische Aspekte
Gebäude / Nutzung als außergewöhnliches Bauprojekt mit Adresswirkung und Wirkung als „Aktivator“ des Quartiers (z. B. 50Hertz Gebäude Berlin) oder  Gebäude / Nutzung als Namensgeber für das Quartier (z. B. Alnatura Campus, Ricola Kräuterzentrum, Torre Agbar, Kulturbrauerei Berlin, ZKM Karlsruhe etc.).
zu 4.INNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Werden außerordentliche Impulse auf das Quartier / den Standort gegeben, die außerhalb der oben definierten Aspekte erreicht werden, so können diese ebenfalls angerechnet werden. Hierzu können zum Beispiel architektonische oder bautechnische Innovationen zählen.
SITE1.3Verkehrsanbindung
1.Motorisierter Individualverkehr
1.1Umfeld
– Anbindung Bundesstraße  (+5 CLP)
– Anbindung Autobahn  (+5 CLP)
– Anbindung Hauptverkehrsstraße  (+5 CLP)
1.2Bezug Gebäude
Die dem Gebäude zugehörigen Stellplätze sind in ein übergeordnetes Parkierungskonzept eingebunden
2.ÖPNV
2.1Haltestellen
Entfernung Luftlinie 350 m
2.2Zugang zum nächstgelegenen Bahnhof
– ≤ 20 Minuten  (1 CLP)
– ≤ 15 Minuten  (2,5 CLP)
– ≤ 10 Minuten  (5 CLP)
2.3Takt des ÖPVN
– Takt max. 15 Minuten  (1 CLP)
– Takt max. 10 Minuten  (2,5 CLP)
– Takt max. 5 Minuten  (5 CLP)
2.4Bezug Gebäude
– Zugang zu Fahrgastinformationen (permanenter Aushang oder digitale Anzeige)  (+5 CLP)
– Aushang von Umgebungsplan mit Lage der Haltestellen und Entfernungsminuten, alternativ Wegebeschilderung  (+5 CLP)
3.Radverkehr
3.1Fahrradwege (500 m)
– Teilweise Mischung mit Kfz  (2,5 CLP)
– Keine Mischung mit Kfz bzw. Shared Space oder Fahrradstraße  (5 CLP)
3.2Anbindung
– Regionale Anbindung und Durchgängigkeit  (2,5 CLP)
– Überregionale Anbindung (> 10 km) und Durchgängigkeit  (5 CLP)
3.3Bezug Gebäude
Befahrbare Zuwegung innerhalb der Grundstücksgrenze führt direkt zum Gebäude / zu den Abstellanlagen
4.Fußgängerverkehr
4.1Fußwegenetz (Radius 350 m vom Haupteingang)
– Abdeckung von max. 50 % der Wegmöglichkeiten  (2 CLP)
– Abdeckung von mehr als 80 % der Wegmöglichkeiten  (3 CLP)
– Abdeckung aller Wegmöglichkeiten  (5 CLP)
4.2Querungsmöglichkeiten
– Direktes Kreuzen für min. 80% der Wege möglich  (3 CLP)
– Direktes Kreuzen uneingeschränkt möglich  (5 CLP)
4.3Wegweisungssysteme
– Flächendeckende Beschilderung  (3 CLP)
– Flächendeckende Beschilderung und flächendeckende Orientierungspläne  (5 CLP)
5.Barrierefreiheit Haltestellen
5.1Barrierefreie Zugänglichkeit der nahen ÖPNV Haltestellen
Höhenunterschiede und Abstände ≤ 3 cm, Einstiegsstellen markiert,
Witterungsschutz
– Betrifft bis zu 80 % der Zugänge  (5 CLP)
– Betrifft flächendeckend alle Zugänge  (10 CLP)
5.2Barrierefreier Ausbau des Weges zum Gebäude und dessen Umgebung
Keine Sichthindernisse, taktile Leitelemente, Absenkungen, keine Querungen mit Radfahrern
6.INNOVATIONSRAUMINNOVATIONSRAUM
Erläuterung: Werden für die Nutzer zusätzliche Mobilitätselemente wie Shuttle, Firmenräder, Firmentickets angeboten oder sonstige das Zielfördernde Angebote gemacht, wie quartiersbezogenes Mobilitätsmanagement, betriebliches Mobilitätsmanagement (Car- und Bikesharing sowie deren Verknüpfung mit dem ÖPNV), innovative Entwicklungen im umgebenden ÖPNV, können Punkte gemäß der Bewertungslogik der Indikatoren 1 – 5 angerechnet werden.
– je innovativem Mobilitätselement (+5 CLP)
SITE1.4Nähe zu nutzungsrelevanten Objekten und Einrichtungen
1.Soziale Infrastruktur (max. 35 Punkte)
1.1Innerhalb des Quartiers / im Umfeld (max. 35 CLP)
1.1.1Bildung 1 – Kinderbetreuung
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: –
max. Entfernung Luftlinie: 350
1.1.2Bildung 2 – Weiterführende oder Berufsbildende Schule
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 15
max. Entfernung Luftlinie: 1300
1.1.3Freizeit
Je erfülltem Aspekt:Kunst und Kultur (Kino, Theater, Galerien), Bücherei, Quartierszentrum, Bürgerhaus, Jugendraum, Seniorentreff, Fitnessstudio nahe der Arbeitsstätte (alternativ: öffentlich zugängliches Fitnessprogramm wird im Gebäude angeboten und Externe dürfen dieses nutzen)max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 10
max. Entfernung Luftlinie: 700
1.1.4Spielplätze
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: –
max. Entfernung Luftlinie: 350
1.1.5Sportstätten
Turn- und Sporthalle, Sportfreigelände / Sportplatz mit Leichtathletik, Hallen- oder Freibadmax. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 10
max. Entfernung Luftlinie: 700
1.2Möglichkeit der Nutzung von Räumlichkeiten innerhalb des Gebäudes und der Außenanlagen
1.2.1Anmietmöglichkeiten und Nutzbarkeit von Flächen innerhalb des Gebäudes
Dritte haben die Möglichkeit, Räumlichkeiten (z.B. Büroräume, Besprechungsräume, Multifunktions- Tagungsräume etc.) im Gebäude temporär anzumieten. Bei Shopping Center: Die Durchwegungen im Gebäude sind auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten der Öffentlichkeit zugänglich.
1.2.2Nutzbarkeit von Flächen in den Außenanlagen des Gebäudes
Gebäudeumgebenden Außenanlagen sind – sowohl während als auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten – für die Öffentlichkeit nutzbar.
2.Erwerbswirtschaftliche Infrastruktur (max. 35 Punkte)
2.1Nahversorgung 1 – Vollsortimenter (Angebot von Gütern des täglichen Bedarfs)
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 10
max. Entfernung Luftlinie: 700
2.2Nahversorgung 2 – Kleinteiliger Einzelhandel (Bäckerei, Metzgerei, Drogerie etc.)
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 10
max. Entfernung Luftlinie: 700
2.3Nahversorgung 3 – Wochenmarkt
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 10
max. Entfernung Luftlinie: 700
2.4Gastronomie – Restaurant, Café, Bäckerei etc.
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 10
max. Entfernung Luftlinie: 700
2.5Sonstige Dienstleistungen – Bank, Post, Friseur, Fitnessstudio, Wellness etc.
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 10
max. Entfernung Luftlinie: 700
2.6Medizinische Versorgung 1 – Allgemeinmediziner
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 10
max. Entfernung Luftlinie: 700
2.7Medizinische Versorgung 2 – Facharzt, Apotheke etc
max. Geh- /Fahrzeit mit ÖPNV [min]: 10
max. Entfernung Luftlinie: 700
3.Gebäudezugehörige Infrastruktur / Nutzungsvielfalt
3.1Nutzungsvielfalt im Gebäude
Unter 1.1 oder 2 genannte Infrastruktur direkt im Gebäude
– Punkte entsprechend 1.1 bzw. 2
3.2CIRCULAR ECONOMY BONUS
Erläuterung: Anrechnung der Bonuspunkte, wenn bislang unkonventionelle
Angebote für Gebäudenutzer oder Externe zur Versorgung gemacht und baulich umgesetzt oder vorgesehen werden, wie z.B. Lebensmittel-Anpflanzungen, Bienenstöcke (Urban Farming), oder ein nachbarschaftlicher Austausch z. B. von Dienstleistungen (temporäre Handelsflächen, Repair Cafés, Nachbarschaftstreff, o.ä.) gefördert wird.

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